Diese Vorschläge für Fahrradstraßen im Westend hat die Stadtverwaltung zur Diskussion gestellt.

Mehrere Vorschläge zur Diskussion gestellt

Großes Wirrwarr um die Fahrradstraßen im Westend

Der Bezirksausschuss findet die Vorschläge der Stadt für Fahrradstraßen teils nicht nachvollziehbar und macht Gegenvorschläge.

Vorfahrt für Radfahrer – so lautet die Regel auf 61 Straßen in München. Auf diesen sogenannten Fahrradstraßen müssen sich die Autos nach der Geschwindigkeit von Fahrradfahrern richten. Im Westend gilt diese Regelung bislang auf Teilen der Gollier-, der Holzapfel- und der Westendstraße sowie auf der Theresienhöhe. Nun sollen weitere Straßen hinzukommen. Doch teils herrscht Skepsis.

Diese Vorschläge für Fahrradstraßen im Westend hat die Stadtverwaltung zur Diskussion gestellt.

So soll etwa die Gollierstraße durchgängig zur Fahrradstraße umgewidmet werden. Seit 2013 ist der Bereich zwischen Bergmann- und Schießstättstraße eine Fahrradstraße, nun soll sie westlich der Trappentreustraße verlängert werden. Die Stadt will in diesem Zuge auch den Platz vor der Sankt-Rupert-Kirche am Gollierplatz für den Radverkehr freigeben. Das will der zuständige Bezirksausschuss (BA) nicht. Das könnte jedoch Folgen haben: Denn ohne den Kirchenplatz will die Stadt keine Fahrradstraße auf der Gollierstraße – und sogar die bislang gültige Regelung aufheben. Für den BA ist das nicht nachvollziehbar; er hat die Stadt deshalb darum gebeten, noch einmal Stellung zu beziehen.

Es gibt einen alternativen Vorschlag der Stadt

Einen alternativen Vorschlag seitens der Stadt gibt es schon: Statt der Gollier- könnte die Westendstraße eine durchgängige Fahrradstraße werden. Aktuell gilt die Regelung dort zwischen Theresienhöhe und Holzapfelstraße. Die Stadt würde sie gegebenenfalls bis zur Barthstraße erweitern – sofern Radfahrer sicher über den Trappentreutunnel kommen können. Ein entsprechender Umbau ist für dieses Jahr geplant.

Auch die Heimeranstraße könnte im Abschnitt zwischen Heimeranplatz und Georg-Freundorfer-Platz zur Fahrradstraße werden. Einziges Hindernis: Auf der Heimeranstraße gibt es bereits eigene Radwege. Deshalb sei die Widmung zur Fahrradstraße nicht möglich, teilte die Stadt mit. Der Bezirksausschuss findet das nicht schlüssig und hat nun beantragt, die Radwege zu Fußwegen, und die Straße zur Fahrradstraße zu machen. 

Constanze Radnoti

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