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Im Contenance Club in München dürfen nur Frauen arbeiten, die ganz bestimmte Kriterien erfüllen. 

Männer zu Gast, Frauen als Deko

Maximal 53 Kilo! So hart sind die Job-Anforderungen des Münchner „Contenance Club“

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Zutritt nur für geladene Männer, heißt es im neuen dekadenten Club in Münchens Innenstadt. Manche Frauen dürfen auch rein - aber nur, wenn sie arbeiten und still sind. Schlank und groß sollten sie auch sein. 

München - Die Nachricht um die Eröffnung des prächtigen Contenance Clubs sorgte in den vergangenen Monaten für eine Menge Schlagzeilen: ein 300 Quadratmeter großes und luxuriöses Kellergewölbe. Das teuerste Fleisch der Welt. Betreiber, deren Namen niemals an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Rein kommt nur, wer eine exklusive Einladung bekommt - und den Jahresbeitrag von 50.000 Euro aufbringt. Kurz gesagt: der Club für die Superreichen aus München (wir berichteten).

Frauen, egal ob reich oder nicht, müssen draußen bleiben. Außer sie erfüllen ganz bestimme Kriterien - mit ganz viel Glück dürfen sie dann auch in den elitären Schuppen in Münchens Innenstadt. Aber niemals als Gast, etwa wie die Männer. Wenn man eine Frau in dem Luxusclub sichtet, ist klar: Die gehört nur zur Deko. Wie die Abendzeitung berichtet, wurden die Mädels, die als schöne Hingucker für den männlichen Besucher dienen sollen, gecastet.

Frauen dürfen nur dann reden, wenn ein Mann die Erlaubnis erteilt

Dem Image des Clubs nach zu urteilen sind die Damen, die bei diesem Casting als Gewinnerinnen herausgingen, vor allem eins: zurückhaltend. Zumindest, wenn es um ihr Mundwerk geht - denn wie der Name des Clubs schon verrät, wird die „Contenance“ (zu Deutsch: Zurückhaltung) dort groß geschrieben. Den besagten Deko-Stücken sei es nämlich dem Bericht zufolge strengstens untersagt, mit den Männern zu kommunizieren - nur wenn sie angesprochen werden, ist ihnen eine Antwort gestattet. 

Die Castings für werdende Mitarbeiterinnen im Club sind bereits abgeschlossen. An jeder Feier im Geheim-Versteck werden den Herren um die 50 Frauen präsentiert - und die wurden dem Bericht zufolge nach ganz besonderen - teilweise etwas oberflächlichen - Kriterien (Aber wie auch anders? Reden dürfen sie ja nicht) ausgewählt: 

  1. Die Mindestgröße muss erfüllt werden: Diese liegt ähnlich wie bei anderen Casting-Shows, bei denen hübsche Mädchen zum Vorführen gesucht werden, bei 1,75 Metern. Größer ist wohl möglich - bei kleineren Damen zerplatzt der Traum vom Contenance Club.
  2. Auch im Alter gibt es klare Vorschriften: Keine der Frauen darf die 35 überschreiten - vielleicht sind mögliche Falten bei den Gästen nicht so gerne gesehen.
  3. Ohne Schweigepflichterklärung geht gar nichts: Geplaudert wird im Contenance Club nicht - weder mit den Gästen, noch mit Unbeteiligten. Was in den geheimen Kellergewölben passiert, bleibt dort.
  4. Die Damen sollen keine Kinder haben: Auch wenn der Club vorgibt, bei dieser Regel ab und zu Ausnahmen zu machen (vielleicht, wenn die Kinder beim Vater leben?), werden kinderlose Frauen bevorzugt. 
  5. Alles eine Frage des Gewichts: Frauen, bei denen die Waage eine Zahl über 53 Kilo anzeigt, sind leider nicht qualifiziert, in dem Club zu arbeiten. Die Club-Besitzer zeigen sich bei dieser Voraussetzung aber gütig: Falls die Frau deutlich über 1,80 Meter ist, kann auch mal ein Auge zugedrückt werden.
  6. Kleidung muss sexy, elegant und nicht billig sein: Auch wenn man es kaum glauben kann, dürfen sich die Damen ihre Kleidung für ihren Arbeitstag selbst mitnehmen. Sollte diese dem Dresscode nicht entsprechen, gibt es selbstverständlich Wechsel-Klamotten. 

Gegenüber der AZ fügt einer der Clubbetreiber noch hinzu: „Den Frauen geht es gut bei uns. Keine wird à la Harvey Weinstein begrapscht.“ Falls sich eines der 200 superreichen Mitglieder doch an einer der schweigenden Mitarbeiterinnen vergreifen sollte, wird dieser umgehend aus dem Club geschmissen. Denn sowas soll es im Club der Bescheidenheit und der Zurückhaltung nicht geben. 

Die bittere Erfahrung, dass nicht jeder in den elitären Club rein gelassen wird, mussten zuletzt die „Rolling Stones“ machen: Der bekanntesten Rock-Band der Welt wurde die After-Show Party im Contenance Club verwehrt.

nb

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