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Ein Mann steht am Sonntagnachmittag auf der Hackerbrücke und nimmt ein Selfie auf.

Lebensgefährlicher Leichtsinn

Hier steht ein Mann für ein Selfie auf der Hackerbrücke

Spektakulär oder einfach nur leichtsinnig? Ein Mann wurde am Sonntag dabei fotografiert, wie er ein Selfie von sich machte - auf einem der Brückenbögen der Hackerbrücke...

München - Manche Leute tun alles für ein außergewöhnliches Selbstportrait. Einfach nur in die Kamera lächeln reicht vielen nicht, es muss schon ausgefallen sein. Also gibt es Selfies an Steilklippen, auf Berggipfeln, beim Tauchen mit Haien... Oder auf der Hackerbrücke.

Am Sonntagnachmittag wurde ein Mann dabei fotografiert, wie er sich selbst fotografierte - allerdings nicht auf dem sicheren Gehweg, sondern auf einem Bogen mitten auf der Brücke. Die Bögen der Hackerbrücke haben immerhin eine Höhe von etwa acht Metern. Veröffentlicht wurde das Bild am Montag auf Twitter:

Wie Augenzeugen berichten, ist dem Hobbyfotografen nichts passiert, er soll wohlbehalten von der Brücke gekommen sein. 

Tödliche Selfies

Teils weniger leichtsinnige Menschen haben dagegen ihre Selfies mit dem Leben bezahlt. So wurden erst vergangene Woche zwei Mädchen im mexikanischen Chinipas getötet, als sie ein Selfie auf einem Rollfeld machten. Ebenfalls tragisch ging die Geschichte einer Familie in Pakistan aus: Dort stürzten drei Menschen in einen reißenden Fluss, weil eine Elfjährige ein Foto von sich machen wollte. Und ein 51-jähriger Münchner erlangte im Juli 2016 traurige Bekanntheit, als er beim Fotografieren in der Inka-Stadt Machu Picchu tödlich verunglückte. Allen Fällen ist eines gemeinsam: Beim Versuch, eine spektakuläre Aufnahme zu machen, war Vorsicht nicht das Gebot der Stunde.  

Selfie auf der Hackerbrücke - das sagt die Polizei

Strafbar ist das Verhalten des Mannes zwar nicht, allerdings laut Polizei mehr als leichtsinnig - und könnte im Zweifelsfall teuer werden. Denn eine derartige Aktion könnte durchaus einen Polizeieinsatz auslösen, wie eine Sprecherin der Münchner Polizei gegenüber der Onlineredaktion sagt. „Passanten könnten denken, dass der Mann in Suizidabsicht auf der Brücke steht.“ Wenn dann alle beteiligten Retter ausrücken, wird es teuer. Ihr Appell: Wer etwas Ähnliches beobachtet, sollte dennoch in jedem Fall die Polizei rufen.

kb

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