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Duftes Westend - Sänger Max Weigl und seine Band Endlich Rudern zeigen uns ihren perfekten Tag im Münchner Viertel Westend.

München-Serie

Mein perfekter Tag in meinem Viertel: Max Weigl und Band zeigen ihr duftes Westend

In den 25 Münchner Stadtbezirken gibt es viel zu entdecken. Sänger Max Weigl und seine Band Endlich Rudern nehmen uns diesmal mit ins Westend.

München - Im November 2017 erst gegründet, jetzt schon Münchner Band des Jahres: Die Gruppe Endlich Rudern, die heuer das Sprungbrett-Finale im Feierwerk gewonnen hat, hat einen rasanten Start hingelegt. In ihrer Musik vermischen sich im Stil der Münchner Schule die turbulenten Aspekte der Großstadt mit allgegenwärtigen Emotionen wie Melancholie und Sehnsucht in einem Genre zwischen tanzbarem Postpunk (Drums, E-Gitarre, Bass) und poetischer Popmusik. 

„Es ist manchmal tatsächlich schwer zu glauben, was gerade alles passiert“, sagt Max Weigl, Sänger und Songwriter der Gruppe. Im Westend, dem Heimatviertel der Band, nehmen sie die tz mit zu ihrem perfekten Urlaubstag. Max Weigl, Felix Nagel (Schlagzeuger, beide 24) und Ferdinand Dankesreiter (Produzent, 26) erzählen, wo sie im Westend gerne unterwegs sind:

1. Band-Studio

Das Studio von Produzent Ferdinand Dankesreiter (Mitte): schwarzes ­Ledersofa, Instrumente, Mischpult. Die Kellerräumlichkeiten in der Astallerstraße 2 schreien förmlich nach Kreativität und guter Musik. „Hier haben wir einen unserer ersten Songs aufgenommen – die Westend Session“, erzählt Max Weigl (links). Die Band probt hier, nimmt auf und trifft sich zum Austausch. Felix ­Nagel, selbst Westendler, liebt die ungestörte Atmosphäre im ­Kreativzentrum der Band, in der in Zukunft noch viele weitere Alben entstehen sollen.

Max Weigl, Felix Nagel (Schlagzeuger, beide 24) und Ferdinand Dankesreiter (Produzent, 26) erzählen, wo sie im Westend gerne unterwegs sind.

2. Bavariapark

Im Rücken der Bavaria an der Theresienwiese liegt der Bavariapark. „Mitten im dicht bebauten Westend befindet sich diese Oase, die einfach perfekt zum Chillen ist“, erzählen Weigl und Nagel. Die Soziologiestudenten gehen an freien Tagen gern in den Park, um über neue Texte nachzudenken. Oder vielleicht auch, um sich nächste Erfolge vorzustellen? „Man erwischt sich schon mal dabei, sich eine Zukunft als Star auszumalen…“ Aber bis dahin, und das wissen die Westendler selber, muss noch viel passieren. Die Richtung allerdings stimmt schon mal.

Zeit zum Nachdenken im Bavariapark an der Theresienwiese.

3. Das bunte Treiben im Café Marais

In der engen Schwanthaler­straße gibt es das auffällige ­Café Marais. In dem ehemaligen Textilwarenhaus an der Ecke zur Parkstraße gibt’s Frühstück, Sandwiches und Kuchen. Hier sitzen die Burschen von Endlich Rudern gern, um das Treiben im Viertel zu beobachten. „Der bunte Mix aus dem Westend ist hier total zu erkennen“, so Weigl. Vom Stammtisch an der Eckkneipe bis zum hippen Künstler findet sich hier alles. Di bis Sa 8 bis 20 Uhr, So von 10 bis 18 Uhr, Mo Ruhetag.

In der engen Schwanthalerstraße gibt es das auffällige Café Marais.

4. Plattenladen Black Wave Records

In der Westendstraße 49 hinter der Augustiner-Brauerei hat 2015 ein neuer Plattenladen aufgemacht. Überwiegend auf Punk spezialisiert, gibt es bei Black Wave Records neue und gebrauchte LPs und T-Shirts, auch Bestellungen sind möglich. Für die Musiker ist das Stöbern im Sortiment Entspannung pur. „Wenn ich Zeit habe, liebe ich es herzukommen und mich inspirieren zu lassen“, sagen Weigl und Nagel unisono. Montag und Dienstag hat der Plattenladen geschlossen, den Rest der Woche bis 19 Uhr (Samstag 17 Uhr) geöffnet.

Stöbern im Plattenladen Black Wave Records.

5. Blumenladen

Eine helle Rose aus dem Blumen­laden gegenüber vom Gollierplatz hält Weigl – und verrät uns eins seiner Geheimnisse: „Ich gehe gern mal in Blumenläden, genieße die Atmosphäre und kaufe mir dann die eine oder andere Rose.“ Für den Sänger ist der Blumenladen von Petra Müller an der Bergmann­straße 35 ein wahres Schmankerl. Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 14 und von 15 bis 18.30 Uhr, ­samstags von 8.30 bis 14 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr.

Die Schwanthalerhöhe in Zahlen

Das Westend, in der offiziellen Benennung Schwanthalerhöhe, ist der achte Stadtbezirk. Die Größe beträgt 2,07 ­Quadratkilometer. Mit rund 30.000 ­Einwohnern gehört es zu den am ­dichtesten besiedelten Stadtbezirken Münchens. DieSchwanthalerhöhe wurde als Arbeiterwohngebiet geplant. Der Stadtteil hat seinen Namen von dem Bildhauer Ludwig Schwanthaler, dem Schöpfer der Bavaria. Früher hieß das Viertel Sendlinger Höhe.

Mein perfekter Tag in meinem Viertel

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Westend – mein Viertel“.

Lucas Sauter Orengo

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