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Familie, Feuerwehr und Notarzt retteten am Freitag mit vereinten Kräften einem 57-Jährigen das Leben.

Heldengeschichte mitten in München

Dramatische Minuten: Vater erleidet Herzstillstand am Steuer - Familie rettet ihm das Leben

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Ein 57-Jähriger Mann hätte am Mittwoch mitten in München im Kreise seiner Liebsten sterben können - wenn seine Familie nicht heldenhaft eingegriffen hätte.

München - Eine potenziell tragische Geschichte endete am Freitagmittag mitten in München mit einem Happy-End - weil eine Familie zusammen beherzt eingriff. 

Wie die Feuerwehr München mitteilt, erlitt ein 57 Jahre alter Familienvater in der Kazmairstraße in der Schwanthalerhöhe am Steuer seines Autos einen Herzstillstand. Das Fahrzeug konnte er noch an den Straßenrand lenken, dann wurde der Mann bewusstlos.

München: Mann erleidet Herzstillstand am Steuer - Familie rettet ihm das Leben

Mit ihm im Auto saßen die Ehefrau, der Schwager und die zwei Kinder des 57-Jährigen. Sie handelten genau richtig, wie die Retter später betonten: Während ein Familienmitglied einen Notruf absetze, begannen die Ehefrau und die weiteren Angehörigen mit Reanimationsmaßnahmen. Auch ein Arzt war glücklicherweise in der Nähe und unterstützte die Familie.

Die Feuerwehr München kam schließlich mit einem Defibrillator an den Ort des Geschehens, mit dem Gerät verabreichten die Helfer einen Elektroschock. Als ein Notarzt eintraf, habe der Patient bereits „erste Abwehrhaltungen“ gezeigt und kam wieder zu sich. 

Noch vor dem Transport in eine Münchner Klinik war der Mann so weit stabil und wach, dass er vollständig kommunizieren und agieren konnte. In der Klinik wurde weitere Untersuchungen und Behandlungen eingeleitet.

München: Dramatische Rettung in der Schwanthalerhöhe - Retter richten Appell an Münchner

Die Retter nutzten die positive Geschichte für einen Appell: Bei einem Patienten mit einem Herzstillstand sänken die Chancen auf einen Behandlungserfolg durchschnittlich um zehn Prozent pro Minute, betonte die Feuerwehr: „Erste Hilfe rettet Leben, man kann nichts falsch machen - außer nichts zu tun.“

Dass ein Herzstillstand jeden treffen kann, zeigt dieser tragische Fall: Im August ist eine erst 25 Jahre alte hoch begabte Leichtathletin verstorben. Zur Heldin wurde im Juni in München eine Achtjährige - sie rettete ihrer Mama das Leben. Von seinen Nöten als unfreiwilliger Ersthelfer berichtete ein Journalist nach einem Tramunfall in der Landeshauptstadt.

Zu einem schweren Arbeitsunfall kam es am Donnerstagnachmittag in der Luisenstraße. Ein Bauarbeiter stürzte mehrere Meter ab. Am Hauptbahnhof ist ein 75-Jähriger kollabiert. Eine 27-Jährige reagierte geistesgegenwärtig und begann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

mm/tz

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