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Gefällt nicht jedem: die verdrehte Architektur.

Pläne gefallen nicht jedem

Gewagte Architektur am Münchner Heimeranplatz: Kommt dieses Hochhaus?

Am Heimeranplatz im Westend soll ein Hochhaus entstehen. Das Architekturbüro OSA aus München hat dafür Entwürfe entwickelt.

München - Doch ein Konflikt bahnt sich an: Was die Kommissionsmitglieder bemängeln, gefällt dem Bezirksausschuss besonders gut.

In den vergangenen zehn Jahren hatten sich immer wieder Architekten mit dem Gelände an der Ecke Ridler- und Garmischer Straße befasst, nun soll der Neubau endlich vorangetrieben werden. Zuvor muss die Stadtgestaltungskommission dem Bau aber erst noch zustimmen. Denn obwohl das Grundstück in privatem Besitz ist, hat die Stadt aufgrund der exponierten Lage ein Mitspracherecht. Grundsätzlich habe die Kommission den Vorschlag des Architekturbüros begrüßt, sagte Thorsten Vogel vom Referat für Stadtplanung. Allerdings gebe es noch einige Einwände. So gefalle den Architekten der Kommission zwar die Gestaltung der Fassade, die Verdrehung des Gebäudes dagegen sei nicht bei allen gut angekommen.

„Das Haus, das jetzt dort steht, ist hässlich“

Die Lokalpolitiker aus dem Westend dagegen begrüßen den „mutigen Entwurf“ des Architekturbüros. „Das Haus, das jetzt dort steht, ist hässlich“, so Thomas Hofstätter. „Wir wollen einen Blickfang am Heimeranplatz und nicht wieder eine Schuhschachtel.“

Das Architekturbüro soll die Pläne überarbeiten und bei der nächsten Sitzung der Stadtgestaltungskommission im April einen neuen Entwurf vorstellen. Im Zuge dieser Überarbeitung könnte sich auch die Höhe des Hauses ändern. Derzeit planen die Architekten fünf Stockwerke an der Ridlerstraße und zwölf Stockwerke an der Ecke Garmischer Straße. Die Stadtgestaltungskommission könnte sich auch Höheres vorstellen. Sollte die Kommission den neuen Plänen zustimmen, muss die Stadt aber erst noch eine Baugenehmigung erteilen, bevor es mit den Arbeiten losgehen kann. Als erstes muss dann das ehemalige Philips-Hochhaus, das noch auf dem Gelände steht, abgerissen werden. Eine komplizierte Aufgabe, sagte Thomas Fechtner vom Architekturbüro OSA, das seit zwei Jahren an den Plänen arbeitet. Wann das neue Hochhaus tatsächlich gebaut wird, ist also unklar. Klar ist dagegen schon, was es in dem Gebäude geben soll: Büros, Geschäfte und eine Gaststätte mit Außenbereich, außerdem eine Tiefgarage mit 110 Stellplätzen.

Constanze Radnot

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Westend – mein Viertel“.

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