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Andy Amer Y. am Mittwoch beim Prozessauftakt.

Schizophrener Täter

„Die Stimmen beleidigten mich“: Sparkassenräuber zeigt Reue

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Als er im März eine Sparkasse im Münchner Westen überfiel, war er angeblich nicht Herr seiner Sinne. Vor Gericht zeigt der Angeklagte nun Reue.

München - Man merkt Andy Amer Y. bei seinen ersten Worten vor Gericht an, dass er vor allem eins ist: verunsichert. Als er zum Prozessauftakt vor dem Landgericht berichten soll, was am 2. März dieses Jahres in der Sparkassenfiliale an der Heimeranstraße genau passierte, bekundete er als erstes seine Reue.

Der gebürtige Iraker (24) leidet offenbar an paranoider Schizophrenie. Als er an besagtem Donnerstag die Bank betrat, hatte er schon seit einigen Stunden eine neuerliche Psychose, wie er es selber beschreibt. Stimmen hätten ihn beleidigt und herausgefordert. „Ich sehe ein, dass ich krank bin“, sagt Y. mehrfach am Mittwoch.

In der Sparkasse ging der Angeklagte direkt zum Schalter und forderte die Angestellte am Schalter auf, ihm Geld zu geben. Tanja S. (Name geändert) dachte erst, es handle sich um einen Scherz. Doch hatte sie zu dem Zeitpunkt auch noch nicht den Teleskopschlagstock bemerkt, den Andy Y. mit sich führte. Als sie ihm kein Geld geben wollte, wurde er aggressiv. „Er wedelte mit dem Stock vor seinem Oberkörper herum und ging auf mich zu.“ Da bekam es S. doch mit der Angst zu tun. Sie ging zuerst hinter ihren Stehschalter und benachrichtigte dann die Chefin. Als die dann dazu kam, hatte sich Y. schon wieder beruhigt und aufgegeben. Er lies den Stock fallen, setzte sich in die Ecke und wartete, bis die Polizei eintraf. Von der ließ er sich anstandslos abführen.

Zu diesem Zeitpunkt war er offenbar schon wieder bei Sinnen. „Ich erkenne mich selber nicht wieder“, sagt er am Mittwoch. Und er gibt zögernd zu, ein Drogenproblem zu haben: Cannabis, Ecstasy und auch Kokain habe er zu sich genommen. Seit seiner Verhaftung wird er psychiatrisch betreut, und das soll auch in Zukunft so sein.

Tanja S. brauchte etwas, um sich von dem Schock zu erholen. Eine Woche war sie danach krankgeschrieben.

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