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Die Schüler der Münchner Pfeuferschule haben nicht genügend Platz. (Archivbild)

Stadt gegen Ausbau

14 Klassen in 12 Zimmern: Trotzdem soll Schule nicht erweitert werden

Während andere in Gedanken schon in den Ferien sind, gibt es an der Grundschule an der Pfeuferstraße auf der Schwanthalerhöhe ganz andere Probleme: Dort herrschen massvie Kapazitätsprobleme. 

München - Die meisten Schüler dürften in Gedanken wohl schon in den Ferien sein. Die Eltern, Lehrer und Politiker auf der Schwanthalerhöhe dagegen denken bereits an das kommende Schuljahr – und darüber hinaus. Denn in den Schulen im Viertel wird es eng. Das gilt vor allem für die Grundschulen an der Bergmannstraße und der Pfeuferstraße. Mehr als die Hälfte der knapp 1300 Grundschüler im Stadtteil besuchen eine der beiden Schulen. Die Kapazitäten sind ausgereizt – im Falle der Pfeuferstraße sogar überreizt: 14 Klassen müssen sich in diesem Schuljahr auf zwölf Klassenzimmer verteilen.

Die Bezirksausschüsse (BA) aus Sendling und der Schwanthalerhöhe setzen sich schon lange für eine Erweiterung der Schule ein. Die Stadt lehnt das jedoch ab. Mittel- und langfristig sei damit zu rechnen, dass die Schülerzahlen abnähmen, teilte die Dritte Bürgermeisterin Christine Strobl in einem Schreiben mit. Die Stadt geht davon aus, dass es von 2019 an nur noch zwölf Klassen in der Grundschule an der Pfeuferstraße geben werde. In den Augen der Bezirksausschüsse ist die Anzahl der Klassen jedoch nicht das einzige Problem. Sowohl an der Bergmann- als auch an der Pfeuferschule haben inzwischen mehr als 70 Schüler Ganztagsunterricht. Nachmittags sind in den Schulen aber auch die Mittagsbetreuung und ein Hort untergebracht. Das habe die Stadt nicht mit eingeplant, argumentieren die Gremien. Die Schüler seien sich also gegenseitig im Weg.

In der Schule an der Pfeuferstraße kommt ein weiteres Problem hinzu: Dort trifft sich der Nachbarschaftstreff „Theresienhöhe“. Die BAs wollen dafür unbedingt einen neuen Ort finden, damit die Schüler selbst die Räume nutzen können. Das Amt für Wohnen und Migration lehnte einen Umzug jedoch ab. Die Entscheidung der Stadt gegen einen Ausbau der Pfeuferschule scheint final zu sein. Einen Ortstermin, um sich die Situation selbst noch einmal anzusehen, lehnte Strobl ab. Immerhin in der Bergmannschule soll noch im Mai ein Termin vor Ort stattfinden.

Constanze Radnoti

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