Zwischen die Beine gefasst

Münchnerinnen in der Silvesternacht sexuell belästigt

München - Zwei Frauen wurden in der Silvesternacht in München sexuell belästigt. Es besteht der Verdacht, dass es sich um ein und denselben Täter handelt, der die Frauen bedrängte. 

In der Nacht von Silvester auf Neujahr war eine 28-jährige Studentin gegen 2.30 Uhr mit zwei Freundinnen zu Fuß auf der Schmellerstraße/Tumblingerstraße im Münchner Westend unterwegs. Die Drei bemerkten, dass sie von einem unbekannten Mann verfolgt wurden. So berichtet es die Polizei. 

Plötzlich griff der Unbekannte der 28-Jährigen von hinten mit der bloßen Hand zwischen die Beine. Die Studentin schrie laut, sodass eine Gruppe von Passanten darauf aufmerksam wurde. Die 28-Jährige erzählte von dem Vorfall und verließ im Anschluss mit ihren Freundinnen den Ort des Geschehens.

Einer der Passanten verständigte die Polizei, die jedoch im Rahmen der Fahndung weder die Studentin noch den unbekannten Mann feststellen konnte. 

Zweiter Fall ereignete sich eine Stunde später, nicht weit entfernt

Der zweite Fall ereignete sich eine Stunde später gegen 3 Uhr in der Zenettistraße/Thalkirchner Straße, welche nicht weit vom dem Ort entfernt ist, an dem sich der erste Vorfall ereignete.

In diesem Fall war eine 20-jährige Münchnerin das Opfer. Sie befand sich auf dem Heimweg von einer Veranstaltung im Schlachthof. Kurz vor der Kreuzung zur Thalkirchner Straße holte ein unbekannter Mann ein und sprach sie an. 

Als sie ihm zu verstehen gab, dass sie kein Interesse an ihm hat, ließ er nicht von ihr ab und bedrängte sie zunächst verbal. Plötzlich griff der Unbekannte von hinten in den Schritt der 20-Jährigen, packte sie und versuchte sie auf den Mund zu küssen.

Die Münchnerin wehrte sich und rief ebenfalls laut um Hilfe. Als Passanten aufmerksam wurden und zu der 20-Jährigen eilten, ließ der Täter von ihr ab und entfernte sich. Die 20-Jährige ging daraufhin nach Hause. 

In beiden Fällen verständigten die Geschädigten erst nachträglich und zeitversetzt die Polizei. Aufgrund der abgegebenen Täterbeschreibung besteht der Verdacht, dass es sich um ein und denselben Täter handelt. 

Täterbeschreibung: Männlich, 180 cm groß, nordafrikanischer Typ, sprach gebrochen Deutsch, schlanke sportliche Figur, buschige Augenbrauen, eher gepflegtes Aussehen, dunkle Augen. Bekleidet mit schwarzer Daunenjacke mit Kapuze und hellem Fellkragen. 

Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise unter Telefon 089/29100 oder bei jeder Polizeidienststelle.

Die Polizei spricht in ihrer Silvesterbilanz ganz allgemein von einem arbeitsreichen Jahreswechsel

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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