Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Ein Jahr nach der Tat

Wegen Totschlags Gesuchter wird durch seine Freundin überführt

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München - Im Juni 2015 wurde ein Mann mit einer stark blutenden Halsverletzung ins Krankenhaus eingeliefert. Nun, ein Jahr später, konnte die Polizei einen Verdächtigen verhaften.

Ein schwieriger Fall beschäftigte die Polizei München seit Juni 2015: Damals, am 14. Juni, verständigte eine Frau in Neuhausen den Krankenwagen für ihren Nachbarn, einen 36-Jährigen Kfz-Mechatroniker aus Kroatien. 

Der blutete stark am Hals und gab bei Eintreffen der Rettungskräfte an, sich bei einem Sturz verletzt zu haben. Der 36-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und untersucht. Die Ärzte waren sich allerdings sicher: Bei einem Sturz kann er sich nicht derart verletzt haben. Es musste sich um eine Verletzung nach einem Stich oder Schnitt handeln. 

Mordkommission übernahm die Ermittlungen

Aufgrund der Schwere der Verletzung wurde damals die Mordkommission München eingeschaltet und übernahm die Ermittlungen. 

Das Opfer zeigte sich laut Polizei aber unkooperativ und weigerte sich zunächst, von seiner Geschichte mit dem Sturz abzuweichen. Er habe in einer Kneipe in der Nacht zuvor eine Auseinandersetzung gehabt, sich die Verletzung aber bei einem Sturz über einen Zaun zugezogen. 

Die Polizei konnte allerdings zwei seiner Kneipenfreunde ermitteln und fand so den Tatort heraus: eine Kneipe im Westend. 

Die beiden Freunde packten aus: Es gab Streit zwischen dem 36-Jährigen und einem weiteren Mann. Im Zuge der Streits zückte der andere Mann, der dem Opfer nur unter seinem Spitznamen bekannt war, ein Messer. Wie die Polizei erfuhr, hielt sich der Tatverdächtige häufiger in der Kneipe auf - die Beamten legten sich auf die Lauer. Doch ohne Erfolg. Das sei auch der Grund, berichtet die Polizei, warum der Vorfall erst jetzt öffentlich gemacht werde. 

Freundin packt bei Polizei aus

Dann kam den Beamten der Zufall zur Hilfe: Im Oktober diesen Jahres erstattete eine Frau (35) Anzeige gegen ihren Lebensgefährten. Er soll sie in der Nacht mehrfach geschlagen haben. Die Polizei nahm ihn noch am gleichen Tag in seiner Wohnung fest, es erging Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung. 

Die Lebensgefährtin packte nach der Verhaftung noch weiter aus: Ihr Freund sei derjenige gewesen, der in der Kneipe im Westend auf einen Kroaten eingestochen habe und dann geflüchtet sei. Er sei deshalb für längere Zeit in Serbien untergetaucht. 

Der Tatverdacht gegen den Festgenommenen erhärtete sich laut Polizei. Nun muss er sich wegen versuchten Totschlags verantworten. 

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: Haag

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