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Schweizer fürchtet München

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Gian-Franco Kasper: Präsident des Skiverbands FIS. foto: dpa
Gian-Franco Kasper: Präsident des Skiverbands FIS. foto: dpa

München - Aus hohen Kreisen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verlauten kritische Töne zu einer möglichen Bewerbung Münchens um die Winterspiele 2022.

Auf die Ambitionen der Landeshauptstadt angesprochen, antwortete der Schweizer Sportfunktionär Gian-Franco Kasper: „Da habe ich jetzt ein bisschen einen Konflikt. Ich würde sagen, hoffentlich nicht für 2022, weil sie dann eine Riesenchance hätten und die Schweiz damit verlieren würde.“

Die Eidgenossen wollen ebenfalls ihren Hut in den Ring werfen für die Spiele 2022. Die Kandidatur ist aber noch nicht endgültig beschlossen. Erst ein Bürgerentscheid am 3. März in Graubünden soll Klarheit schaffen.

Dass der Schweizer Kasper eine bayerische Bewerbung kritisch sieht, liegt in der Natur der Sache - und ist ein Fingerzeig für die guten Chancen einer Münchner Kandidatur.

Um der Konkurrenz aus dem Weg zu gehen, plädiert das einflussreiche IOC-Mitglied für eine deutsche Bewerbung erst im Jahr 2026. Kasper schränkt aber ein: „Falls man Winterspiele will. Da bin ich nicht so überzeugt.“ Er höre in Deutschland oft, man müsse mit Berlin oder Hamburg ins Rennen um die Sommerspiele gehen. „Deutschland ist eines der wenigen Bergländer, die absolut fähig sind, auch Sommerspiele zu machen.“

tom/dpa

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