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Was passiert mit dem Gelände der Großmarkthalle? Bei der Bürgerversammlung in Sendling war das wieder einmal Thema. 

„Wir hatten ursprünglich Sympathie für diesen Vorschlag“

Bürgerversammlung: Wie geht es mit der Großmarkthalle weiter?

München - Bei der Bürgerversammlung in Sendling wird klar, dass das Volkstheater auf dem Großmarkt-Areal nicht kommen wird. Ideen für Sortieranlage

Völlig unklar ist derzeit, wie es mit der Großmarkthalle in Sendling weitergeht. Ihr Neubau steht auf der Kippe, denn er würde doppelt so viel kosten wie ursprünglich angenommen (wir berichteten). Bei der jüngsten Bürgerversammlung des Stadtteils ging es um die Wiederbelebung der angrenzenden Sortieranlage und den Wunsch nach einer neuen Montessori-Schule auf dem Großmarkt-Areal. Beantragt wurde zudem erneut, das Volkstheater dort und nicht auf dem Viehhofgelände zu bauen.

Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie es mit der westlich der Großmarkthalle liegenden Sortieranlage weitergehen soll. Inzwischen hat sich eine Bürgerinitiative (BI) gegründet, die dafür sorgen will, dass die leerstehenden Läden in dem Gebäude wieder belegt werden. Zwei BI-Vertreterinnen beantragten Unterstützung seitens der Stadt. Die rund 250 Besucher der Versammlung stimmten mit großer Mehrheit zu. „Es geht darum, die Sortieranlage langfristig zu beleben, als Marktplatz und als Ort der Begegnung und Kommunikation“, erklärte eine der Frauen. Ziel sei erst einmal ein realisierbares Konzept. Bei einem Workshop sollen im November Ideen gesammelt werden.

Ebenfalls mit Mehrheit angenommen wurde der Antrag des Vereins „Montessori für Sendling“. Er kämpft seit langem um einen Ersatzstandort für die im Sommer nach Hadern verlegte Montessori-Schule an der Reutberger Straße. Mittlerweile hat er auch einen potenziellen neuen Träger gefunden: die Stiftung Pfennigparade. Die Initiative hofft, dass er auf dem Areal der Großmarkthalle zum Zug kommt und das Gebäude dort errichtet werden kann. Der Verein forderte, bei der Vergabe der Flächen rechtzeitig berücksichtig zu werden. Außerdem soll bereits bei der Ausschreibung eine Montessori-Schule mit Kindertageseinrichtung festgeschrieben werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Bürger gefordert, das Volkstheater auf dem Großmarkt-Areal neu zu bauen und dabei die denkmalgeschützte Halle 1 als Entree zu nutzen. „Wir hatten ursprünglich Sympathie für diesen Vorschlag“, räumt SPD-Stadtrat Alexander Reissl ein, der die Versammlung leitete. Doch dieser Plan sei schon allein aus zeitlichen Gründen kaum realisierbar. Der Mietvertrag für das Volkstheater in der Brienner Straße laufe Ende 2020 aus. „Und es bestehen erhebliche Zweifel, ob es gelingen wird, rechtzeitig eine neue Markthalle zu bauen.“ Die meisten teilten diese Einschätzung und stimmten gegen den Bürger-Antrag. 

Brigitta Wenninger

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