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Einer der beiden stationären Blitzer an der Landshuter Allee.

Wahnsinn!

Fahranfänger (20) rast mit fast 150 km/h über den Mittleren Ring

München - Das hat ihm sein Fahrlehrer sicher anders beigebracht: Ein junger Fahranfänger raste in der Nacht auf Montag über den Mittleren Ring - mehr als doppelt so schnell wie erlaubt.

Die Polizeibeamten dürften nicht schlecht gestaunt haben, als sie in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen Mitternacht von einem rabiaten jungen Mann auf dem Mittleren Ring überholt wurden. Sie hefteten sich an seine Fersen und zeichneten die Fahrt des jungen Mannes per Video auf: 

Mit ordentlich Tempo fuhr der 20-Jährige auf den ersten stationären Blitzer auf der Landshuter Allee zu und bremste dann stark ab - bis er dann auf den erlaubten 50 Stundenkilometern war.  

Unmittelbar nach dem Blitzer gab der Fahranfänger wieder Gas. Beim nächsten stationären Blitzer das gleiche Spiel. Direkt nachdem er an dem Gerät vorbei war, trat der junge Mann das Gaspedal durch. Die Polizisten maßen bei dem Raser teilweise Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 146 km/h. Auf dem Mittleren Ring ist das Tempo auf 50 bzw. 60 Stundenkilometer beschränkt. 

Auf der Auffahrt zur A 96 konnte die Polizei den Amokfahrer stoppen. Der bekam prompt die Quittung für sein rücksichtsloses Verhalten: eine Geldbuße in Höhe von 1.370 Euro.

Doch damit nicht genug: Der junge Mann wird nun drei Monate erstmal zu Fuß unterwegs sein. Außerdem bekommt er zwei Punkte in Flensburg. 

Wie die Polizei berichtet, bestehen Zweifel an der charakterlichen Eignung zur weiteren Teilnahme im Straßenverkehr. Darüber wurde auch die zuständige Führerscheinstelle informiert. Sein Verhalten könnte also dauerhafte Konsequenzen haben.

Die Münchner Polizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine der häufigsten Unfallursachen darstellt und jedes Jahr eine Vielzahl an getöteten sowie zum Teil schwer verletzten Personen fordert.

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