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Bis zu 20 Kilo schwer und über einen Meter lang: Der Huchen laicht in der Isar.

Sie schlagen um sich

Mitten in München finden unter Wasser spektakuläre XXL-Kämpfe statt 

Es ist ein Naturspektakel, das nur selten und in keiner anderen Millionenstadt der Welt zu sehen ist.

München - Mitten in München rangeln bis zu 1,20 Meter lange und 20 kg schwere Fische um die Gunst der Weibchen. Sie schlagen um sich, stoßen sich, drücken sich aus dem Wasser. Denn am Flaucher laicht der König der Isar: der Huchen!

Zehn Laichgruben dieses Donaulachses sind derzeit zwischen Flauchersteg und Flaucherbiergarten zu sehen. Und nicht nur das! Erstmals seit langem laicht dort auch die Nase wieder. Alte Münchner kennen diesen karpfenartigen Fisch noch aus dem Biergarten. Denn vor Lachsforelle und Makrele landete die Nase einst massenhaft als Steckerlfisch über dem Grill.

Vor dem Aussterben in der Isar bewahrt

Fast wäre sie ganz aus der Isar verschwunden, doch mit Hilfe des Artenhilfsprogramms des Fischereiverbandes konnten die Münchner Isarfischer die Nase vor dem Aussterben in Münchens Heimatfluss bewahren.

"Das wäre nicht möglich gewesen ohne die großartige Rücksicht der Münchnerinnen und Münchner. Und dafür sagen wir von Herzen: Danke!", betont der Vorsitzende der Isarfischer e.V., Willi Ruff. Damit sich die Eier von Huchen und Nase in den Laichgruben entwickeln können, brauchen sie für etwa drei Wochen Ruhe. Vor allem Badende könnten die Nester samt Laich zertreten - ein Totalausfall wäre die Folge. Deshalb haben die Isarfischer die Bereiche um die Laichgruben am Flaucher kurzfristig abgesperrt. 

Die Isarfischer sperrten Bereiche um die Laichgruben ab. 

"Wir sind wirklich sehr erleichtert", sagt Willi Ruff, "dass die Münchner die Maßnahme einsehen und respektieren. Es ist nur für kurze Zeit, aber immens wichtig für das ökologische Gleichgewicht der Isar!"

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tz/mm

Video: Eisbären tauchen nach Fische


Faszinierendes Video: Technische Eleganz: Roboter-Fisch erkundet die Ozeane

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