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Streitthema: Ist der Resi-Huber-Platz schön?

Areal soll freundlicher gestaltet werden

Kleine Kosmetik am Resi-Huber-Platz

„Kalt, steinig, ungemütlich“ oder „schön und gemütlich“? Die Meinungen der Sendlinger Kommunalpolitiker über den Resi-Huber-Platz gingen in der jüngsten Sitzung des örtlich zuständigen Bezirksausschusses (BA 6) sehr weit auseinander.

Während manche BA-Mitglieder den Platz an der U-Bahnhaltestelle Brudermühlstraße freundlicher gestalten wollen, sehen andere keinerlei Handlungsbedarf.

Einig ist sich das Gremium nur darin, den Platz funktional aufzuwerten. Im Zuge dessen wollen die Sendlinger Lokalpolitiker dort Fahrradstellplätze errichten und die maroden Bänke austauschen lassen. Nach Ansicht von Rene Kaiser (Grüne) zum Beispiel gebe es sonst keinen Grund, den Resi-Huber-Platz aufzuwerten. „Ich finde, es ist eine tolle Stimmung, wenn Menschen, die dort verweilen, singen und Gitarre spielen“, sagt Kaiser. Die Meinung teilt jedoch nicht jeder.

Auf Anfrage des Stadtteil-Gremiums hatte das städtische Baureferat kürzlich mitgeteilt, die Ecke zum Brudermühltunnel nach den Bauarbeiten für das angrenzende, neue Stundentenwohnheim wiederherzustellen, nicht aber umzugestalten.

SPD-Fraktionssprecher Ernst Dill sieht indes eine Möglichkeit, das neue Bio-Restaurant, das im Untergeschoss des Neubaus dort entsteht, in eine Verschönerung des Platzes mit einzubeziehen. „Sie pflanzen einen Baum. Damit haben Sie auch gleich die passende Reklame für ihr Restaurant“, schlug er dem Inhaber Willi Pfaff vor, der an der Sitzung des Gremiums teilnahm. Im Mai soll die Gaststätte neben dem Bio-Laden mit 50 Sitzplätzen und einer Sonnenterrasse eröffnen. Der Gastronom zeigte sich mit den Plänen der Kommunalpolitiker einverstanden – auch wenn dies freilich kein großer Wurf in Sachen Platzumgestaltung ist, sondern eher ein Mosaiksteinchen.

Neben einem neuen Baum, soll es auch eine Erläuterungstafel über Resi Huber, der der Platz gewidmet ist, im Treppenabgang des Restaurants geben. Derzeit gibt es nur ein kleines Schild, das an die Namensgeberin erinnert. Die Sendlingerin Resi Huber hatte in der Zeit des Nationalsozialismus Häftlingen im Konzentrationslager Dachau geholfen und dabei ihr Leben riskiert.

Die extrem unterschiedliche Wahrnehmung des Platzes bei den Sendlingern bleibt aber wohl trotzdem bestehen. 

cse

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