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An insgesamt acht Messpunkten untersucht die Stadt die Luft rund um den Luise-Kiesselbach-Tunnel.

Lokalpolitiker empört

Lückenhafte Schadstoff-Messungen sorgen für dicke Luft in Sendling

Lokalpolitiker kritisieren die lange Zeit bis zur Veröffentlichung von Schadstoff-Messwerten am Luise-Kiesselbach-Platz. Von der Garmischer Autobahn sei gar kein Gutachten erstellt worden, obwohl sich hier immer wieder Staus bilden.

Die Schadstoffmessungen rund um den Luise-Kiesselbach-Platz sorgen für dicke Luft bei den Lokalpolitikern im Bezirksausschuss Sendling-Westpark (BA 7). Der Grund: Seit Langem schon will das Stadtviertelgremium die Ergebnisse von Immissionsmessungen am jüngsten Ring-Tunnel sehen. An insgesamt acht Messpunkten untersucht die Stadt im Bereich des Luise-Kieselbach-Tunnels und des Heckenstallertunnels seit Beginn dieses Jahres nun schon die Luft nach Werten für Stickstoffdioxid und Feinstaub. Die endgültigen Ergebnisse aber sollen frühestens im Mai 2018 bekannt gegeben werden. Die Zwischenergebnisse der Messungen will das Baureferat nicht herausgeben.

„Wir wollen erst die Referenzmessungen abwarten“, erläuterte Ulrich Teichmann, Diplom-Meteorologe vom Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU), das Vorgehen in der jüngsten Sitzung des BA. Um sicherzugehen, dass die Messungen stimmen, sollen die Werte am Tunnel Mittlerer Ring Südwest zunächst mit denen der Vergleichsstation Stachus des Lufthygienischen Landesüberwachungssystems Bayern verglichen werden. Ein weiterer Grund: Die Bauarbeiten im Umfeld der Messpunkte könnten die Werte beeinflussen.

Hier finden Sie das komplette Verzeichnis über die Luftbelastung in Münchens Straßen. 

Für das Gremium ist es ein unbefriedigendes Ergebnis: „Wir können unseren Bürgern nicht zumuten, dass sie noch länger auf die Werte warten“, schimpfte BA-Chef Günter Keller (SPD).

Für Ärger sorgt auch die Tatsache, dass kein Schadstoffwert für die Garmischer Autobahn berechnet wurde. Denn genau dort entwickelten sich regelmäßig Staus. Die Bewohner der angrenzenden Einhornallee litten daher am meisten unter dem Lärm und den Schadstoffen, die der Verkehr auf der Bundesautobahn verursacht. „Ich kann nicht verstehen, warum es Messungen an der Waldfriedhofstraße gibt, während für die Autobahn kein Wert angegeben ist“, beschwert sich Keller. Der BA-Vorsitzende spekuliert, dass die Werte möglicherweise nicht veröffentlicht würden, weil sie so hoch seien. In einem Antrag fordert die SPD-Fraktion das Bayerische Landesamt für Umwelt auf, die fehlenden Werte für die Autobahnstrecken im Stadtbezirk nachzuliefern.

cse

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