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Ein Blick ins Innere des neuen Konzertsaals.

Neuer Standort in Sendling

Erster Blick: So soll der neue Gasteig aussehen

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Allen Querelen um die Gasteig-Sanierung zum Trotz: Anfang April starten die Bauarbeiten für das Interimsquartier in Sendling. Nun wurden erste Blicke in den geplanten Übergangskonzertsaal gewährt.

München - „Es ist ein wunderbares Areal“, schwärmt Max Wagner mit Blick auf das Bild, das das Gasteig-Interimsgelände aus der Vogelperspektive zeigt. Die Baupläne des Architekturbüros gmp International für das Gasteig-Interim an der Isar stehen. Vorm Sendlinger Bezirksausschusses (BA) stellten Wagner und Benedikt Schwering, Leiter des Bereichs Zukunft am Gasteig, sie vor.

Die Trafo-Halle der Stadtwerke soll wieder im Stil ihres Entstehungsjahres hergerichtet werden

Die ehemalige Trafo-Halle der Stadtwerke, die zwischen Schäftlarn- und Brudermühlstraße steht, soll wieder im Stil ihres Entstehungsjahres von 1920 hergerichtet werden. Im Inneren der Halle E soll ein belebter Ort mit einem großen Raum für die Stadtbibliothek entstehen. Sie soll nach dem Vorbild der Glashalle am Gasteig „das gute Herz“ des Übergangsquartiers werden, verheißt Wagner. Vor der Halle ist ein großzügiger Außenbereich mit einer Freischankfläche für Gastronomie geplant.

Ursprünglich sollte in der Halle E auch die Philharmonie untergebracht werden – das scheiterte am Denkmalschutz. Über einen gemeinsamen Treppenaufgang gelangt der Besucher in die neue Philharmonie. Dafür werden Ziegel aus der Wand gebrochen, durchnummeriert und danach wieder eingesetzt.

Die Trafohalle soll wieder im Stil ihres Entstehungsjahres 1920 hergerichtet werden.

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„Flaucher Box“ und große Freifläche

Der Konzertsaal mit etwa 1800 Plätzen soll nach Wunsch der Münchner Philharmoniker dunkler und experimenteller als der jetzige werden. Gegenüber der Philharmonie und der Stadtbibliothek sollen die Gebäude für die Volkshochschule, die Musikhochschule und ein multifunktionaler Saal entstehen, den die Planer wegen seiner Größe und Form auch „Flaucher Box“ nennen.

Seit den ursprünglichen Entwürfen der „Clemens Bachmann Architekten“ habe sich viel geändert, sagte Wagner. So könnten nach den neuen Plänen mehr Bäume erhalten werden. Und: Im Bereich entlang der Brudermühlstraße ist nun sogar eine große Freifläche vorgesehen. Wagner muss ohnehin mit weniger Platz auskommen. Heute besetzt der Gasteig 86 000 Quadratmeter, in Sendling werden es nur 20 000 Quadratmeter. Für Verwaltungsräume werden noch 6000 Quadratmeter Fläche gesucht.

MVG rüstet sich für Ansturm

Die nächste U-Bahn-Station ist rund 400 Meter enfernt (Brudermühlstraße). Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) will während der Veranstaltungszeiten Busse im Drei-Minuten-Takt verkehren lassen. Eine weitere Überlegung seien Sammeltaxis. Zudem solle der sogenannte Isar-Tiger eingesetzt werden. Wer mit dem Pkw anreist, wird an das Parkhaus auf dem Blumengroßmarkt verwiesen. Von dort gibt’s einen Shuttle zum Interims-Gasteig.

Der Wunsch der Anwohner und des Stadtteil-Gremiums, den Parksuchverkehr im Viertel zu hemmen, werde bei der Planung berücksichtigt. „Ab 18 Uhr soll es entlang der Schäftlarnstraße ein reines Anwohnerparken geben“, erläutert Schwering. Bis zum Einzug in etwa zweieinhalb Jahren sei jedoch noch genügend Zeit, die Verkehrssituation zu klären.

Auch interessant: Interimsquartier für den Gasteig steht fest - langfristige Zukunft noch unklar

Christina Seipel/mb

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