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Ein Großaufgebot an Rettungskräften war in Mittersendling am Montagabend im Einsatz. 

Treppenhaus total verraucht

Unheimliche Brandserie in Sendlinger Wohnkomplex: Bewohner mit Drehleiter gerettet

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Zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen brannte es in einem Mehrfamilienhaus in Mittersendling. Die Polizei ist alarmiert. 

München - Am Montag ist es in den späten Abendstunden in der Sendlinger Sylvensteinstraße/Ecke Karwendelstraße erneut zu einem Kellerbrand gekommen – im selben Gebäudekomplex, in dem es bereits am Freitag und Samstag zweimal im Keller gebrannt hatte. Diesmal wurden drei Personen verletzt. Wie das Polizeipräsidium München am Dienstag mitteilte, war es Brandstiftung! 

Bewohner bemerkten Rauch im Treppenhaus und informierten umgehend die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen in die Karwendelstraße einbogen, befand sich bereits der ganze Straßenzug in Rauch. Einige Bewohner hatten sich schon vor Eintreffen der Feuerwehr ins Freie gerettet. 

Alle 37 Mieter müssen woanders übernachten

Da das Treppenhaus des sechsstöckigen Gebäudes bereits stark und die Wohnungen zum Teil leicht verraucht waren, mussten mehrere Personen mit der Drehleiter und Steckleiterteilen aus ihren Wohnungen gerettet werden. Zwei Bewohner wurden mit Fluchthauben aus dem fünften Obergeschoss nach unten geführt. Ein 54-Jähriger flüchtete selbstständig aus seiner Wohnung und zog sich dabei eine Rauchgasintoxikation zu und wurde in einer Münchner Klinik transportiert. 

Dritter Brand in vier Tagen: Die Kripo ermittelt in Mittersendling

Auch eine 71-jährige sowie eine 68-jährige Bewohnerin erlitten leichte Rauchgasvergiftungen, konnten aber ambulant versorgt werden. Alle 37 Mieter wurden während der Löschmaßnahmen in einem Großraumrettungswagen betreut. Aufgrund der starken Verrußung im Hausgang wurde den Bewohnern angeraten, die Nacht nicht im Gebäude zu verbringen.

Zehn Personen wurden in einer Pension untergebracht, alle anderen kamen bei Freunden und Bekannten unter. Grundsätzlich gelten die Wohnungen aber als bewohnbar. Insgesamt waren 70 Feuerwehrfrauen und -männer der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr am Einsatz beteiligt. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf mehrere zehntausend Euro. 

Kripo ermittelt - besteht ein Zusammenhang zwischen den Bränden?

Die Kripo geht von Brandstiftung aus. Im Keller sei ein Plastikgebinde in Brand gesetzt worden, wodurch es zu der massiven Rauchentwicklung kam. Ob ein Zusammenhang zu den beiden Brandstiftungen vom 31. August und 1. September besteht, muss noch ermittelt werden.

Zeugenaufruf der Polizei: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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