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Das Auto von Claudia G. wurde abgeschleppt - samt Rehpinscher Bebbi.

Auto mit Hund abgeschleppt

Münchnerin schockiert: Auto abgeschleppt - samt Hund

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München - Das Auto von Claudia G. wurde samt ihrem Rehpinscher abgeschleppt. Den Standort des Wagen sollte sie erst nach eingegangener Überweisung mitgeteilt bekommen. Doch das kann mehrere Tage dauern.

Claudia G. (58) ist immer noch verstört, wenn sie an den letzten Donnerstag denkt. Ihr Auto wurde abgeschleppt - mitsamt Rehpinscher Bebbi (14), der drin saß. Und die Abschleppfirma wollte den Standort des Wagens erst bekanntgeben, nachdem die Überweisung eingegangen sei.

Die Münchner Wirtin ist am Vormittag bei einer Beerdigung auf dem Waldfriedhof und parkt auf einem Tengelmann-Parkplatz im Halteverbot: „Ich weiß, dass ich das nicht hätte tun dürfen“. Als G. in ein Lokal nebenan geht, lässt sie Bebbi im Auto. Er habe dort eine offene Box mit Wasserhaferl, in Lokalen sei es ihm zu laut. 

Als G. gegen 13.30 Uhr zurückkommt, ist ihr Auto weg. Abgeschleppt von der Parkräume KG. G. ruft bei der Firma an. 316 Euro soll sie bezahlen, dann bekomme sie den Standort ihres Autos genannt. G. sagt am Telefon, der Hund sei im Auto. Sie habe bar bezahlen wollen, um Bebbi zu befreien. Die Antwort: Nein, sie müsse überweisen. G. wurde nervös - in ihrem Kopf Horror-Bilder vom tagelang eingeschlossenen Bebbi.

Erst nach mehreren Telefonaten habe die Firma eingewilligt, eine Bestätigung ihrer Bank über eine Überweisung zu akzeptieren. Gegen 16 Uhr kann G. ihr Auto abholen. Bebbi ist wohlauf - aber im Auto hat er jetzt Angst: „Er hat bestimmt gebellt und gejault beim Abschleppen.“

Die Parkräume KG bestreitet das: Die Anwesenheit eines „Lebewesens“ habe nicht festgestellt werden können. „Es waren keine Laute, weder Bellen noch Jaulen, zu vernehmen.“ Zudem seien die Scheiben getönt gewesen. Es sei kein Fenster geöffnet gewesen. Ist ein Hund im Fahrzeug eingesperrt, werde üblicherweise die Polizei hinzugezogen. Außerdem, so die Firma, „sei uns der Hinweis auf das Verhalten der Frau erlaubt, die angeblich ihren Hund in ein Fahrzeug mit geschlossenen Fenstern einsperrt, dann anscheinend nahezu drei Stunden einer Beerdigung beiwohnt und sich dann darüber aufregt, dass ihr Fahrzeug aus dem absoluten Halteverbot abgeschleppt wird und erst gegen Bezahlung freigegeben wird“. 

Tengelmann dagegen bedauert: Man habe mit der Parkräume KG gesprochen und „darauf hingewiesen, auf das Thema zukünftig zu achten“. 

Das ist die Rechtslage

Ein Abschlepper darf laut BGH das Fahrzeug und den Standort zurückhalten, bis gezahlt wird, sagt ADAC-Jurist Klaus Heimgärtner. Eine Barzahlung müsse seines Erachtens nach aber angenommen werden.

Ein Tipp: Man kann an jedem Amtsgericht das Geld hinterlegen. „Hier urteilen manche Gerichte, dass nur der ortsübliche Betrag fürs Abschleppen hinterlegt werden muss - in München etwa 150 Euro.“ 

Wenn „höhere Güter“ in Gefahr sind - also etwa ein Hund oder eine Katze im Auto - dann kann es illegal sein, das Fahrzeug zurückzuhalten.

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