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Soll wiederbelebt werden: Die alte Sortieranlage der Großmarkthalle an der Gotzinger-, Ecke Thalkirchner Straße. 

Das bringt das neue Jahr in den Stadtvierteln

Sendling 2017: Was passiert am Großmarkt-Areal?

München - Dauerthema Großmarkthalle in Sendling. Die Hallen-Entwürfe werden aus Kostengründen überarbeitet Das bringt das neue Jahr für das Stadtviertel. 

Vieles wird heuer in Sendling für Diskussionen sorgen: Die Zukunft des Großmarkthallen-Areals zum Beispiel. Denn damit läuft so einiges anders als ursprünglich geplant. Vor einigen Monaten stellte sich heraus, dass der Bau der neuen Halle deutlich teurer ausfallen würde als angenommen. Die Pläne, die 2016 vorgestellt wurden, sind damit erst einmal obsolet. Nun werden sie von den Architekten noch einmal überarbeitet. Der Stadtrat wird sich voraussichtlich erst im dritten Quartal 2017 mit dem neuen Konzept befassen. Mangelnde Transparenz warf der Sendlinger Bezirksausschuss (BA) dem Kommunalreferat und den Markthallen vor. Das Stadtteil-Gremium fordert, dass die Bürger im kommenden Jahr besser als bisher über die Neubau-Planungen informiert werden.

Ähnliches gilt für die ehemalige Sortieranlage am Rande des Großmarktgeländes. Der BA wünscht sich, dass die leerstehenden Räume künftig wieder genutzt werden. Neuen Läden und Gastronomie sollen das Bauwerk mit Leben füllen. Das Gremium adressierte dazu zuletzt einen Fragenkatalog an die Stadt. Seit einigen Monaten setzt sich auch eine Bürgerinitiative für eine Belebung der Sortieranlage ein. Auch ein Vierteltreffpunkt wäre nach Ansicht der Stadt durchaus wünschenswert. „Aber bisher gab es auf unsere Ausschreibungen kein so großes Echo“, sagt Bernd Plank, Sprecher des Kommunalreferats.

Jahrelang fegte nur Staub über das alsSendlinger Wüste bekannt gewordene Areal am Herzog-Ernst-Platz. Doch die Tage der Brache sind gezählt. Die Pläne der GWG, das 7900 Quadratmeter große städtische Grundstück zu bebauen, kommen gut voran. Der Realisierungswettbewerb für die Fläche läuft bereits. Im Frühjahr soll die Jury einen Entwurf auswählen. Vorgesehen sind auf dem Areal rund 170 Wohnungen sowie gewerbliche und soziale Nutzungen.

Verändern wird sich auch der Bereich westlich der Plinganser- und nördlich der Dudenstraße. Dort sollen zu den vorhandenen 300 weitere 200 Wohneinheiten entstehen. Geplant ist unter anderem, dass die Flachbauten entlang der Plinganserstraße abgerissen und durch einen sechsgeschossigen Riegelbau ersetzt werden. Damit soll auch der Innenbereich künftig lärmberuhigt werden. Der Realisierungswettbewerb ist bereits entschieden. „Voraussichtlich im Februar gibt es eine öffentliche Erörterung“, so Ernst Dill, Sprecher der SPD-Fraktion im Sendlinger Bezirksausschuss. Die Bagger werden voraussichtlich 2018 anrollen.

Der Verein „Montessori für Sendling“ wird auch 2017 weiter für eine inklusive Schule im Stadtviertel kämpfen. Diese gab es dort bis Mitte 2016, an der Reutberger Straße. Nun braucht die Stadt das Grundstück selbst. Die Mitglieder des Vereins hoffen, dass sie auf dem Großmarkt-Areal zum Zug kommen. Ein potenzieller neuer Träger ist bereits gefunden: die Stiftung Pfennigparade.

Enttäuschung hat Ende 2016 die Vermietung des Hochbunkers an der Thalkirchner Straße 158 ausgelöst. Vor allem beim Verein „Sendlinger Bunker“, der dem imposanten Bau 2015 bereits einige Monate lang mit kulturellen Veranstaltungen Leben eingehaucht hatte. Er hatte sich ebenfalls beworben. Ohne Erfolg. Künftiger Mieter wird laut Stadt heuer ein Verein für Fußballkultur. Welcher genau, wann der Bunker wieder eröffnet und wie er genutzt wird, soll schon bald bekannt gegeben werden. 

Brigitta Wenninger

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