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Löwen-Fans haben den Zuschlag für den Hochbunker an der Thalkirchner Straße bekommen. Hier soll auch das Vereinsmagazin „Da Brunnenmiller“ entstehen.

Renovierung in Eigenregie

Das planen die Löwen-Fans mit ihrem Sendlinger Hochbunker

Der neue Betreiber des Gaißacher Hochbunkers hat sich nun im Sendlinger Bezirksausschuss vorgestellt. Die Stadt hatte dem Verein zur Pflege der Münchner Fußballkultur den Zuschlag für das denkmalgeschützte Gebäude gegeben. Eine nicht unumstrittene Entscheidung.

München - Über den neuen Mieter des Gaißacher Hochbunkers an der Thalkirchner Straße 158 war in den vergangenen Monaten viel spekuliert worden. In der jüngsten Sitzung des Sendlinger Bezirksausschusses (BA) haben sich nun Vertreter des „Vereins zur Pflege der Münchner Fußballkultur“ erstmals präsentiert.

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Um den Fans des Giesinger Turn- und Sportvereins München von 1860 Räume zur gemeinsamen Nutzung zu geben, hatte sich der Verein im Jahr 2015 gegründet. Unter den rund 300 Mitgliedern seien alle Abteilungen des TSV 1860 vertreten wie Rudern, Bergsteigen und Boxen, erläuterte Thomas Briel als Vertreter des Vereins zur Pflege der Münchner Fußballkultur. Neben einem Gemeinschaftsraum und Büros soll auch die Redaktion für das Vereinsmagazin „Da Brunnenmiller“, das seit Saisonbeginn zu jedem Heimspiel der Münchner Löwen erscheint, in dem historischen Bunker Platz finden.

Soll wieder betrieben werden: Der Kiosk vor dem Bunker. Start soll noch im Sommer sein.

Hochbunker soll in Eigenregie renoviert werden

Warum gerade sie den Zuschlag von der Stadt bekommen haben? „Weil wir ein absolut überzeugendes finanzielles Konzept haben“, glaubt Briel. Zudem vermutet er, dass sie die Einzigen waren, die das Gebäude in Eigenregie renovieren wollten. Die Kosten für die Renovierung von geschätzt rund 20.000 Euro bezahle der Verein aus eigener Tasche. Seit Sommer letzten Jahres laufen die Renovierungsarbeiten nun schon. Neben neuen Fenstern hätten die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder auch alle Sanitäranlagen erneuert, sagte Briel dem Bezirksausschuss.

Lange Zeit hatte die Stadt im Unklaren gelassen, wer den Zuschlag für das denkmalgeschützte Gebäude bekommen hatte. Auch der neue Mieter hatte sich zunächst in Schweigen gehüllt. Briel lieferte eine Erklärung: „Der Mietvertrag war erst mal ein halbes Jahr auf Probe.“ Als man sich dann im März vorstellen wollte, habe es zeitlich nicht geklappt.

Dass nicht der Verein Sendlinger Bunker und der Nachbarschaftstreff Elly, die sich in den vergangen Jahren im Gaißacher Bunker engagiert hatten, den Zuschlag bekamen, hatte Lokalpolitiker und Bürger wie berichtet geärgert. „Wir wollen uns mit allen Nachbarn gut stellen“, beteuert Thomas Briel nun. Als ein Zeichen für gute Nachbarschaft will der Fußball-Verein den alten Holzkiosk neben dem Hochbunker, wieder instand setzen. Noch in diesem Sommer soll er wieder in Betrieb gehen.

Julia Weiss

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