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Aktion für den Viehhof im Juli.

 BA Sendling

Die Viehhof-Pläne überzeugen nicht jeden

München - Sie geben nicht auf: Nach wie vor sind die Mitglieder des Bezirksausschusses (BA) Sendling der festen Überzeugung, dass das Volkstheater auf dem Areal der Großmarkthalle besser aufgehoben wäre.

Der Stadtrat hatte wie berichtet Ende 2014 beschlossen, es auf dem Viehhof-Gelände in der Isarvorstadt neu zu bauen. Die BA-Mitglieder wollen dies aber nicht hinnehmen und beantragten nun erneut, das Volkstheater auf dem Großmarkt-Areal unterzubringen.

Die alte unter Denkmalschutz stehende Großmarkthalle und die drei angrenzenden Hallen sind der Wunschstandort des Gremiums. „Wir hätten das Theater gern dort“, bekräftigte der BA-Vorsitzende Markus Lutz (SPD). Zwar sei klar, dass die Sanierung der Halle 1 sehr teuer sei und die Planung sich in dem Fall länger hinziehe. Dennoch halten er und die anderen Mitglieder an ihrer bisherigen Forderung fest. Sie halten das Großmarktgelände für den idealen Standort.

Rückenwind bekommen sie indirekt aus dem BA Isarvorstadt. Dort bereitet die geplante Größe des neuen Theaters derzeit große Sorgen (wir berichteten). In Sendling ist man ähnlicher Meinung: „Es ist erschreckend“, urteilte Elisabeth Robles-Salgado (Grüne). Sie sprach von unnötiger Gigantomanie und regte an, die Pläne ein wenig zurückzufahren.

Es stelle sich außerdem die Frage, was mit der alten Großmarkthalle in Zukunft passieren soll. „Wieder Luxusappartements nur für die Reichsten?“ Dieser Gedanke gefällt im Sendlinger Bezirksausschuss keinem.

„Die Halle 1 allein reicht vom Platz hinten und vorne nicht“, gab der SPD-Fraktionssprecher Ernst Dill zwar zu bedenken. Ein Problem, dass sich jedoch lösen lasse, indem die Hallen 2 bis 4 auch eingebunden werden. „Das weiß nur offensichtlich nicht jeder.“ Die Halle 1 sei dann beispielsweise als Entrée denkbar.

Markthallen-Chef Boris Schwartz äußerte sich verhalten zu dem Vorschlag. „Eine Sanierung der Hallen ist unheimlich teuer“, sagte er. Die Gebäude seien weitläufig unterkellert. Es bestünden da-durch erhebliche statische Probleme. „Aus unserer Sicht ist ein Abriss der Hallen 2 bis 4 nötig. Bei der Entscheidung über die weitere Nutzung sind wir allerdings außen vor.“

Völlig unberührt davon laufen die Planungen für den Neubau der Großmarkthalle weiter. Schwartz und Annegret Rempel, Projektleiterin im Kommunalreferat, informierten den BA über den aktuellen Stand der Dinge. Voraussichtlich Ende 2016 wird sich der Stadtrat wieder mit dem Vorhaben befassen. Er soll dann den Projektauftrag erteilen.

Brigitta Wenninger

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