+
Am Dienstag hat der Bauausschuss die Begrünung der rund 1,7 Hektar großen Fläche beschlossen.

Nach über sechs Jahren Lärm und Chaos

Bis 2018: Luise-Kiesselbach-Platz wird zur Grünfläche

Sendling-Westpark - Sechs Jahre nach dem Beginn des Tunnelbaus haben die Anwohner seit dem Ende der Arbeiten mehr Ruhe. Bald erhalten sie einen gemütlichen Platz mit viel Grün - wohl aber erst ab 2018.

Spielen, Lesen und Picknicken. Etwas, das sich heute noch kaum einer vorstellen kann, der am Luise-Kiesselbach-Platz in den vergangenen Jahren vorbeigefahren ist, soll bald Realität werden. Rund 5500 Quadratmeter Wiese sollen künftig einladend wirken. 

Weitere 3400 Quadratmeter Schotter-Rasen werden für Veranstaltungen wie Märkte oder Feste zur Verfügung stehen. Dort ist auch ein Stromanschluss vorgesehen. Die beiden bestehenden Brunnen werden instand gesetzt und an ihren ursprünglichen Standorten neu in Szene gesetzt. Am Dienstag hat der Bauausschuss die Begrünung der Fläche beschlossen, informierte die SPD-Stadtratsfraktion.

Verdiente Ruhe nach dem Baulärm

Konkret geht es um den dreieckigen Bereich zwischen Albert-Roßhaupter-Straße, Garmischer Straße und Max-Seidl-Weg. Nach Norden und Westen wird eine Baumreihe gepflanzt. Um einen freien Blick auf das markante Portal des Seniorenheims St. Josef zu bewahren, wird eine Sichtachse in der Bepflanzung freigehalten.

Die Anwohner werden also bald entschädigt für Lärm und Chaos, das der Bau des Luise-Kiesselbach-Tunnels über sechs Jahre lang mit sich brachte. Zahlreiche Fahrbahnveränderungen, dazu beinahe tägliche Staus - die Bewohner rund um den Platz haben die Ruhe verdient.

Fast 150.000 Fahrzeuge pro Tag

Allerdings: Es dauert noch. Der Straßenausbau an der Oberfläche soll bis 2017 fertig sein, im Herbst nächsten Jahres kann dann mit der Begrünung begonnen werden. 

„Spätestens im übernächsten Sommer wird die neue Grünfläche fertig sein", hofft der zuständige SPD-Stadtrat Jens Röver. Und weiter: "Bei der Begrünung konnten zahlreiche Wünsche der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden. Jetzt gilt es, schnell ein gutes Ergebnis vor Ort zu erzielen."

Die neue Röhre wurde Ende Juli 2015 eröffnet und hat fast 400 Millionen Euro gekostet. In Nord-Süd-Richtung fahren gut 120.000 Fahrzeuge pro Tag durch den Tunnel, in West-Ost-Richtung sind es 24.000.

mke

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erstmals hausgebrautes Bier im neuen Nockherberg
Die Geburtsstunde des „Nockherberger Hell“ – Hausbraumeister Uli Schindler, Brauchef Christian Dahncke und Paulaner-Boss Andreas Steinfatt müssen sie auf einer Baustelle …
Erstmals hausgebrautes Bier im neuen Nockherberg
Gedenken an Nazi-Opfer: Stadt München muss Stolpersteine nicht erlauben
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat entschieden: München muss auf seinen öffentlichen Straßen und Plätzen keine Stolpersteine zum Gedenken an Nazi-Opfer zulassen.
Gedenken an Nazi-Opfer: Stadt München muss Stolpersteine nicht erlauben
10 Jahre Haft für den Armbrust-Schützen
Zum Glück hatten wenige Zentimeter gefehlt, sonst wäre Victor S. (41) zum Mörder geworden. Für seine beinahe tödlichen Schuss mit einer Armbrust muss er nun lange hinter …
10 Jahre Haft für den Armbrust-Schützen
Frau starrt auf Smartphone und stirbt deshalb fast
Plötzlich stand sie auf der Straße – doch da war es schon zu spät! Eine völlig auf ihr Handy konzentrierte junge Frau ist am Donnerstag beim Überqueren der …
Frau starrt auf Smartphone und stirbt deshalb fast

Kommentare