Stammstrecke in Richtung Osten blockiert: Ausfälle und Verzögerungen bei der S-Bahn

Stammstrecke in Richtung Osten blockiert: Ausfälle und Verzögerungen bei der S-Bahn
+
Sanierungs-Opfer: Die „Streetfighters Nomads IG“ sollen aus ihrem Heim vertrieben werden.

Treff auf dem Luise-Kiesselbach-Platz

Nach 25 Jahren: Münchens kleinster Biker-Club soll umziehen

München - Seit 25 Jahren sind die „Streetfighters Nomads IG“ auf dem Luise-Kiesselbach-Platz zu Hause. Doch nun soll Münchens kleinste Biker-Gang weichen.

Roland Apfelbacher (51) leitet den kleinsten Motorradclub Münchens. Die „Streetfighters Nomads IG“ haben zwar nur fünf Mitglieder, aber dafür Tradition: Seit 25 Jahren pachten sie ein Vereinsheim an prominenter Stelle, auf dem Luise-Kiesselbach-Platz in Sendling-Westpark. Ein kleines Backstein-Häuschen, drinnen gerade mal 36 Quadratmeter groß, in dem sich der Club einmal die Woche trifft. „Wir feiern hier auch mal Familienfeste, Hochzeiten, Geburtstage“, sagt Apfelbacher.

Jetzt aber wird der Luise-Kiesselbach-Platz komplett neu gestaltet - ein Stadtviertel-Mittelpunkt soll es werden, mit Kunstwerken und Grünflächen. Und alle Parteien von Grünen bis CSU sind sich einig: Auf den neuen Luise-Kiesselbach-Platz passt kein privates Clubhaus. Viele Bürger hätten sich einen Kiosk an dieser Stelle gewünscht, dem solle man nachkommen. Die Motorradfreunde sind enttäuscht von dieser Aussage. Vor allem, weil die Ausschussmitglieder sie nie persönlich angesprochen haben. Der Club habe sich immer Mühe gegeben, ein gutes Verhältnis mit den Nachbarn zu haben.

Ein Blick auf den Treff der „Streetfighters Nomads IG“.

CSU-Sprecher scherzt über Motorradclub

CSU-Fraktionssprecher Alfred Nagel ist dringend dafür, dass der Club sein Vereinsheim aufgibt. Doch er möchte die Motorradfahrer nicht vor den Kopf stoßen: Das Kommunalreferat sei offen dafür, nach einem Ersatz-Clubheim zu suchen. Nagel bot dem Club scherzhaft an: „Vielleicht möchten Sie ja den Kiosk betreiben und Schokoladen-Motorräder verkaufen.“

Roland Apfelbacher findet das beleidigend. „So was geht gar nicht! Wir haben schließlich einen Pachtvertrag! Der Kiosk, der damals in dem Gebäude war, ist außerdem schlecht gelaufen“, sagt er. Apfelbacher denkt, dass der Bezirksausschuss seinen Club loswerden möchte, weil Motorradfahrer einfach keinen guten Ruf haben.

Anna Mayr

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stammstrecke in Richtung Osten blockiert: Ausfälle und Verzögerungen bei der S-Bahn
Wieder einmal Probleme auf der Stammstrecke: Wegen der technischen Störung an einem Fahrzeug am Rosenheimer Platz, wird derzeit die Stammstrecke blockiert.
Stammstrecke in Richtung Osten blockiert: Ausfälle und Verzögerungen bei der S-Bahn
Anwohner verfolgt Radl-Diebe - und bringt sie vor Gericht
Mit Kapuzen auf dem Kopf haben sich drei Männer auf Diebestour am Gymnasium in Garching gemacht. Ihr Ziel: Teure Fahrräder. Doch mit einem hatten sie nicht gerechnet: …
Anwohner verfolgt Radl-Diebe - und bringt sie vor Gericht
Er wollte die Polizei in die Luft jagen - Neuhauser (24) drohte mit Amoklauf
Im Dezember 2016 drohte ein 24-Jähriger im Internet mit einem Anschlag - kurz nach dem Amoklauf am OEZ. Nun muss er sich wegen Störung des öffentlichen Friedens …
Er wollte die Polizei in die Luft jagen - Neuhauser (24) drohte mit Amoklauf
Das Zwingereck schließt nach über 42 Jahren
In München sorgt ein Traditionswirtshaus für Trauer: Das „Zwingereck“ schließt. Eine neue Gaststätte ist bereits in Planung.
Das Zwingereck schließt nach über 42 Jahren

Kommentare