TSV 1860: Randale nach Spielabsage

München - Nach der Absage des Zweitligaspiels des TSV 1860 in Karlsruhe ist es am Sonntag zu Ausschreitungen gekommen. Auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof lieferten sich 260 randalierende Münchner Anhänger der Löwen eine heftige Auseinandersetzung mit der Bundespolizei.

Die Fans wollten mit der Bahn zu dem für 13.30 Uhr geplanten Spiel nach Karlsruhe reisen. Auf Höhe Stuttgart sprach sich herum, dass das Spiel wegen vereister Tribünen abgesagt worden ist.

Der Frust der Fans heizte sich bereits im Zug auf. Am Stuttgarter Bahnhof hinderte die Bundespolizei die aufgebrachten und zum Teil betrunkenen Fans daran, die Bahnhofshalle zu stürmen. Schon flogen erste Flaschen auf die Polizisten. Da setzte die Bundespolizei Schlagstöcke und Pfefferspray gegen den aggressiven Kern von etwa 40 Randalierern ein.

Wie die tz berichtet, wurden nach 20 Minuten alle Löwen-Fans ultimativ aufgefordert, sofort wieder in den Zug zu steigen. Ohne Aufenthalt fuhr dieser auf kürzestem Weg zurück nach München. Dort erwartete bereits ein Großaufgebot der Polizei die Heimkehrer. Unter enger Begleitung des USK (Unterstützungskommando) zogen die Fans Richtung Innenstadt. Auf dem Marienplatz zerstreute sich die Gruppe.

Die Randale können zumindest für die Flaschenwerfer ein Nachspiel wegen gefährlicher Körperverletzung haben. Die Polizei wertet bereits die Videoaufzeichnungen aus dem Stuttgarter Bahnhof aus. Nach Angaben eines Polizeisprechers kam es zu keinen Festnahmen. Auch Verletzte sind ihm zufolge nicht zu beklagen.

dop

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