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Rudolf Stürzer, Chef des Haus- und Grundbesitzervereins.  

Etwa ein Prozent

2017 drohen höhere Mieten für Sozialwohnungen

München - Zum Jahreswechsel können Vermieter von Sozialwohnungen die Miete erhöhen. Laut Haus- und Grundbesitzerverein sind in München mehr als 40.000 Wohnungen davon betroffen.

„Die Mieterhöhung beträgt allerdings nur ungefähr ein Prozent“, sagt der Vereinsvorsitzende Rudolf Stürzer. „Das berechnet sich je nach Wohnung ein bisschen anders, deswegen kann man es nicht exakt sagen.“ Das liege an der gesetzlichen Grundlage.

„Es gibt nämlich zwei Arten von Wohnung“, erklärt Stürzer. „Es gibt frei finanzierte und preisgebundene Wohnungen.“ Bei der frei finanzierten Variante richte sich die Möglichkeit einer Mieterhöhung nach der ortsüblichen Miete. Nicht so bei den preisgebundenen Wohnungen, zu denen Sozialwohnungen und Wohnungen für Staatsbedienstete zählen: „Da darf der Vermieter nur die sogenannte Kostenmiete nehmen.“ Diese orientiere sich nicht am Markt oder an anderen Wohnungen. Stattdessen setze sie sich aus unterschiedlichen Parametern zusammen und müsse durch eine sogenannte Wirtschaftlichkeitsberechnung ermittelt werden. „Das gibt es beim sozialen Wohnungsbau. Da wird aufgrund der zeitgenössischen Grundstückskosten, der Baukosten und der Abschreibungen eine Kostenmiete errechnet.“ In die Errechnung dieser Kostenmiete flössen zusätzlich eine Verwaltungs- und eine Instandhaltungskostenpauschale ein. „Diese Pauschalen sind ebenfalls gesetzlich festgelegt.“

Seit 2002 seien sie indexiert, das bedeutet: Sie erhöhen sich alle drei Jahre, gemäß der Steigerung des Lebenshaltungsindexes. Zum bevorstehenden Jahreswechsel ist es wieder soweit. „Maßgeblich ist hier die Erhöhung des Verbraucherpreisindexes“, so Stürzer. Diese betrage im Vergleich von Oktober 2013 zu Oktober 2016 rund 1,8 Prozent. „Dementsprechend gering ist auch die Erhöhung der Pauschalen.“ Und logischerweise auch der aus ihnen errechneten Kostenmieten.

man

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