Messerstecherei - Polizisten mit HIV angesteckt?

München - In Folge eines Streits verletzte ein 36-Jähriger seinen 45-jährigen Kontrahenten mit einem Messer. Der nach eigenen Angaben mit HIV infizierte Mann, bespritze anschließend drei Polizisten und eine Ärztin mit seinem Blut.

Zwei wohnsitzlose 36- und 45-jährige Slowaken gerieten am Dienstag gegen 4.30 Uhr morgens im Nussbaumpark vermutlich wegen einer früheren Freundin in Streit. Der 36-Jährige zog daraufhin ein Klappmesser und versetzte seinem Landsmann zwei lange oberflächliche Schnitte am Hals und hinter dem Ohr. Der Angegriffene konnte dem Täter das Messer schließlich aus der Hand schlagen und erlitt dabei eine tiefe Schnittverletzung an der
Hand. Danach konnte das Opfer in Richtung Sonnenstraße davonlaufen und sich in Sicherheit bringen.

Kurze Zeit später nahm die Polizei den 36-jährigen Mann fest. Bei der nachfolgenden Blutentnahme leistete er weiterhin erheblichen Widerstand und musste durch ein Unterstützungskommando fixiert werden. Der nach eigenen Angaben an Hepatitis und HIV erkrankte Täter richtete seine blutenden Verletzungen, die er sich bei dem Widerstand zugezogen hatte, so gegen die eingesetzten Beamten, dass drei von ihnen sowie die diensthabende Ärztin mit Blut bespritzt wurden. Bei dem Täter wurde daraufhin ein HIV-Test durchgeführt, auf dessen Ergebnis nun gewartet wird. Anschließend wurde der 36-Jährige auf Anordnung des Gesundheitsamtes wegen Selbst- und Gemeingefahr in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

mol

Rubriklistenbild: © dpa

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