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Waschbrettbäuche satt gibt es ab Freitag vor der „Abercrombie & Fitch“-Eröffnung eine Woche lang täglich zu sehen.

Waschbrettbäuche zur Eröffnung

Hofstatt: Jetzt kommt Abercrombie!

München - Halbnackte Männer und süßlicher Duft: Am 25. Oktober eröffnet die Modemarke „Abercrombie & Fitch“ ihr riesiges Geschäft an der Sendlinger Straße. Der Einkaufskomplex Hofstatt nimmt derweil Form an.

Der typische Zitrusgeruch, der schon seit Wochen durch die Sendlinger Straße wabert, kündigt es an: Bald öffnet die US-Modemarke „Abercrombie & Fitch“ seine mehr als 3300 Quadratmeter große Filiale in der Hofstatt. Um genau zu sein: Am Donnerstag, 25. Oktober, um 11 Uhr.

Schon eine Woche vorher, am kommenden Freitag, sollen sich ab 11 Uhr etwa 50 der bekannten halbnackten Waschbrettbauch-Models des Unternehmens vor dem Geschäft einfinden und die Werbetrommel rühren - einfach dadurch, dass sie vor der Fassade Spalier stehen. Von Freitag an präsentieren sich die A&F-Models täglich von 10 bis 17 Uhr - ganz tapfer bei Wind und Wetter.

Während die eine Hälfte der durchtrainierten Models vor dem Geschäft steht, fährt die andere Hälfte in einem Cabrio-Bus durch die Innenstadt - auf flexibler Route, unter anderem über Stachus, Marienplatz und Maximilianstraße.

Für die Eröffnung rechnet die Modefirma mit großem Andrang. Wie bei dem Unternehmen üblich, sollen Sicherheitsleute am Eingang dafür sorgen, dass es auf den drei Etagen nicht zu überfüllt wird - und sich vor dem Geschäft eine werbewirksame Schlange bildet. Nur grüppchenweise lassen die Türsteher Kunden in den Laden, der nach Düsseldorf und Hamburg das dritte A&F-Geschäft in Deutschland sein wird.

Im Frühjahr soll dann auch die A&F-Tochter „Hollister“ folgen und 1500 Quadratmeter einnehmen. Für Aufregung hatte kurzzeitig eine Videowand gesorgt, die Hollister an seinem Eingang am Färbergraben anbringen will. Die zwei Etagen hohe Wand mit Livebildern vom kalifornischen Huntington Beach war dem Bezirksausschuss Altstadt-Lehel ein Dorn im Auge - ist nun aber doch genehm, da die Übertragung ohne Ton erfolgt und nachts abgeschaltet wird.

Neben den beiden US-Marken ziehen zahlreiche andere Firmen in die Hofstatt ein: Die Möbelmarke „Lambert“ hat ihr Geschäft an der Hackenstraße bereits im August eröffnet. Voraussichtlich im Frühjahr folgen dann die schwedischen Modeunternehmen „Gant“ und „J. Lindeberg“, die Wohnmarke „Depot“, die Schuhläden „Bartu“ und „Humanic“, die italienischen Modemarken „Brandy & Melville“ und „Fornarina“ sowie das dänische Modeunternehmen „Only“. Von den insgesamt 15 500 Quadratmetern für den Einzelhandel in der Hofstatt sind damit bereits mehr als 80 Prozent vermietet. Im Frühjahr soll auch die Hofstatt-Einkaufspassage ihre Türen öffnen.

Damit müde Kunden ihre Reserven wieder aufladen können, plant der Münchner Gastronom Marc Uebelherr in der Hofstatt auf 300 Quadratmetern ein Restaurant mit Außenbereich. Ein Ganztageskonzept stellt Uebelherr sich vor, mit Schwerpunkt auf italienischer Küche. Gerade ist er noch am Probekochen.

„Wir konzentrieren uns nicht nur auf Mittag und Abend“, so der Gastronom. Er wolle Shoppende, Büroangestellte und Touristen gleichermaßen ansprechen. Der Innenhof mit Blick auf die Backsteinfassade des alten Druckereigebäudes soll dabei eine besondere Atmosphäre bieten.

So zentral wie in der Hofstatt lässt es sich natürlich prima wohnen - wenn auch logischerweise nicht ganz billig. Dennoch sind die 69 Luxus-Wohnungen in den oberen Etagen der Hofstatt längst verkauft. Sie werden dieser Tage an ihre Eigentümer übergeben. Auch von den Büroflächen ist etwa ein Drittel bereits vermietet.

Da passt es natürlich gut, dass seit etwa zwei Wochen auch die Umwandlung der Sendlinger Straße in eine Fußgängerzone abgeschlossen ist - zumindest der 120 Meter lange Abschnitt vom Färbergraben bis zur Hackenstraße. Die neuen Bodenplatten sind bereits verlegt, was noch fehlt, ist die große Robinie an der Einmündung der Dultstraße. Die will die Stadt im November pflanzen, eine Metallbank drumherum soll zum Verweilen einladen. Auch Freischankflächen sind geplant. Straßenlaternen tauchen die neue Fußgängerzone abends in ein angenehmes Licht.

Die Hofstatt-Planer hoffen, dass sich die Sendlinger Straße mit dem neuen Einkaufs-Komplex in einen wahren Besuchermagneten verwandelt. Wenn in zwei Wochen mit „Abercrombie & Fitch“ der größte Mieter in den ehemaligen Räumen der Süddeutschen Zeitung und der Abendzeitung eröffnet, wird sich ansatzweise zeigen, inwieweit die Hoffnung eintrifft - und welchen Charakter die neue Sendlinger Straße annehmen wird.

Lesen Sie auch: Abercrombie & Fitch: Stadt stoppt "Beduftung"

Moritz Homann

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