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Badespaß im Freien: Am Samstag blieben mehrere Freibäder trotz Sonnenschein und 20 Grad geschlossen. 

Probleme mit Schlechtwetterregelung

Trotz Sonnenschein geschlossen: Ärger um Münchner Freibäder

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Besser und planbarer sollte alles werden – und die Münchner Freibäder sollten bei schönem Wetter länger geöffnet haben. Am vergangenen Wochenende gab es aber bereits Verwirrung um die „Schlechtwetterregel“. Trotz strahlenden Sonnenscheins blieben viele Freibäder zu.

München - Im März hatten die Stadtwerke München (SWM) ihr neues Konzept für die Freibäder vorgestellt. Es sollte die langjährige Kritik an unberechenbaren Öffnungszeiten beenden. Denn: Bis dato waren die Freibäder bis 18 Uhr geöffnet – und nur nach einer spontanen Entscheidung des Badeleiters am Nachmittag bei schönem Wetter bis 20 Uhr.

Besser und planbarer sollte jetzt alles werden: Die Freibäder haben nun bei schönem Wetter mindestens bis 19 Uhr, ab 25 Grad sogar bis 20 Uhr geöffnet. Nicht so am vergangenen Samstag, als bei schönstem Sonnenschein und lauen Temperaturen viele Badegäste am Bad Georgenschwaige und am Ungererbad nachmittags vor verschlossenen Türen standen. In der Vergangenheit war hier auch bei schlechtem Wetter immer bis 18 Uhr geöffnet. Am Samstag schlossen beide Bäder um 12 Uhr.

„Die Öffnungszeiten sind eh schon eine Zumutung für Arbeitnehmer, die unter der Woche schwimmen gehen wollen“, schimpft Elke Burger aus Schwabing. „Aber wenn man am Samstag spontan Lust hat, schwimmen zu gehen und bei strahlend schönem Sonnenschein vor verschlossenen Toren steht, ist das schlicht eine Frechheit!“

Unter 17 Grad gilt die Schlechtwetterregel

„Unglücklich“ nennt SWM-Bäder-Chefin Christine Kugler die Situation am Samstag. Hintergrund der Schließung war die Schlechtwetterregel. „Sie tritt in Kraft, wenn es unter 17 Grad Höchsttemperatur hat“, erklärt Kugler. Dann haben das Bad Georgenschwaige und das Ungererbad nur von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Wann „schlechtes Wetter“ herrscht, wird aber nicht spontan entschieden. Der „Wetterrat“ der Stadtwerke tagt nur dreimal pro Woche, er verlässt sich auf den Wetterbericht. Und für Samstag sagte der eben niedrige Temperaturen und Regenschauer vorher.

Am Dienstag zeigt der Blick auf die Internetseite der Stadtwerke, dass die Freibäder bis einschließlich Mittwoch von 10 bis 19 Uhr geöffnet sind. Wie es am Donnerstag, Christi Himmelfahrt, aussieht, erfährt der Nutzer erst am Mittwochmittag, wie es am Wochenende aussieht, am Freitagmittag.

Manche Bäder schließen schon mittags

„Wir haben großzügige Öffnungszeiten, und die Kundenorientierung steht an erster Stelle“, sagt Kugler. Sie verweist auf „fünf von acht geöffnete Freibäder“, auch bei schlechtem Wetter. Bei näherem Hinsehen sind es jedoch nur noch drei: das Schyren- und das Prinzregentenbad – und der Stadionbereich mit Außenbecken im Dantebad. Die zwei anderen Bäder schließen mittags.

Das Naturbad Maria Einsiedel, das am Samstag erstmals in dieser Saison öffnen sollte, blieb an diesem Tag ganz geschlossen – ebenfalls wegen der Schlechtwetterregel. Auch der Freibadbereich im Dantebad war zu, in den Kombi-Bädern (Westbad und Michaelibad) waren nur die Hallen geöffnet. Kugler beschwichtigt: Temperaturen unter 17 Grad seien erst mal nicht vorhergesagt. Sie gehe davon aus, dass die Schlechtwetterregel in diesem Sommer „nur noch drei bis vier Mal“ zum Einsatz komme. 

In vielen Umlandgemeinden haben die Freibäder bei jedem Wetter bis 20 Uhr geöffnet. Nur bei Gewitter heißt es: Becken verlassen.

von Petra Martin und Caroline Wörmann

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