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Hofbräukeller-Wirt Ricky Steinberg will den Auftritt von AfD-Chefin Frauke Petry am Freitag verhindern.

Hofbräukeller

AfD-Klage: Gericht will Donnerstag entscheiden

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Darf die AfD doch in den Hofbräukeller? Die Partei hat ihre Ankündigung wahr gemacht und am Dienstag beim Landgericht München Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. Am Donnerstag soll es ein Urteil geben. 

Die Partei will damit den Auftritt ihrer Vorsitzenden Frauke Petry am Freitagabend im Hofbräukeller am Wiener Platz erzwingen. Die AfD hatte dort reserviert und auch eine Anzahlung in Höhe von 6100 Euro geleistet. Einige Tage später stornierte Wirt Ricky Steinberg die Reservierung und begründete dies mit Sicherheitsbedenken und einer Rufschädigung des Hofbräukellers (wir berichteten). Die Anzahlung überwies er zurück. Nachdem Steinberg ein Ultimatum der AfD hatte verstreichen lassen, zog die Partei vor Gericht. Die AfD rechnet mit einem Urteilsspruch am heutigen Donnerstag. Sollte das Gericht gegen die Partei entscheiden, werde die Veranstaltung am Freitagabend an einem anderen Ort in München stattfinden. „Wir haben bereits eine Alternative“, sagt Petr Bystron, Vorsitzender der AfD Bayern. „Mehrere Wirte haben sich gemeldet und etwas angeboten.“ Um welche Lokalität es sich handelt, behält die AfD noch für sich. Für den Freitagabend hat die Münchner Antifa-Bewegung eine Kundgebung auf dem Wiener Platz angekündigt. Titel: „Schießt Petry auf den Mond.“ Hofbräukeller-Wirt Ricky Steinberg hofft, dass die AfD mit ihrem Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz scheitert und sich damit auch der Gegenprotest in Wohlgefallen auflöst. „Ich will nicht wissen, was bei uns abgeht, wenn hier die Demonstranten und die AfD aufeinandertreffen“, sagt der Wirt im Gespräch mit unserer Zeitung. Sollte das Gericht entscheiden, dass er die Veranstaltung nolens volens in seinem Haus dulden muss, werde er zusätzliches Sicherheitspersonal engagieren müssen, kündigt Steinberg an. „Und das wird der AfD in Rechnung gestellt.“

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