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Wirt Ricky Steinberg bleibt hart und will die AfD nicht in sein lokal lassen. Die AfD will die Veranstaltung mit Parteichefin Frauke Petry nun gerichtlich dursetzen lassen.

"Sind nicht die Regensburger Domspatzen"

Petry im Hofbräukeller? Fronten bleiben verhärtet

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München - Die AfD will den Frauke-Petry-Auftritt im Hofbräukeller gerichtlich durchsetzen. Der Wirt habe von Anfang an gewusst, worauf er sich einlässt. Und sei vor einem "bisschen Shitstorm" eingeknickt. Doch Ricky Steinberg bleibt dabei: Er will die AfD nicht mehr.

Der Wirt des Hofbräukellers bleibt hart. Ricky Steinberg will die AfD-Chefin Frauke Petry nicht am Freitag auftreten lassen. Wie berichtet, hat die AfD angekündigt, die mit Steinberg vereinbarte Veranstaltung einklagen zu wollen. Steinberg hofft nun, dass die Gerichte ihm Recht geben. Die AfD geht nach eigenen Angaben immer noch fest davon aus, dass sie am Freitag ihre Veranstaltung durchziehen kann.

Sie hatte Steinberg eine Frist bis Montagmittag gesetzt. Erlaube Steinberg den Auftritt nicht bis dahin, werde sie klagen – und letztlich Schadenersatz fordern. Steinberg aber blieb hart. „Er hat das Ultimatum verstreichen lassen“, sagte Winfried Biedermann, der Chef des AfD-Kreisverbands Ost, am Montagnachmittag. „Wir reichen eine Klage ein. Unser Ziel ist, dass die Veranstaltung stattfindet.“

Steinberg hatte auf Sicherheitsbedenken verwiesen. Er fürchtet Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten. Die AfD will das nicht gelten lassen. „Diese Gründe rechtfertigen keinen Vertrtragsrücktritt“, sagte Biedermann. Es habe doch nur Protest im Internet gegeben. „Es ist normal, dass es ein bisschen Shitstorm gibt“, sagte er. „Steinberg hat auch vorher gewusst, dass wir nicht die Regensburger Domspatzen sind.“ Für Sicherheit zu sorgen sei Aufgabe der Polizei.

Steinberg selbst erklärte, die AfD habe den Streit eskaliert. „Ich habe spät abgesagt, auf Schadenersatz hätte man sich vielleicht einigen können.“ Er sei erstaunt gewesen, dass sich die AfD gegen seinen Willen einklagen will. „Ich versuche alles, um die Veranstaltung zu verhindern – jetzt erst recht. Aber ich bin kein Richter. Ich kann nur hoffen, dass sie nicht durchkommen mit einer einstweiligen Verfügung.“

Eine solche versucht die AfD jetzt zu erwirken. Sie verweist darauf, dass sie bereits 6100 Euro Vorauszahlung geleistet habe – die Steinberg nach seinen Angaben aber bereits zurücküberwiesen hat. Der Vorverkauf für den Petry-Auftritt übrigens ist nach AfD-Angaben erlahmt. 288 Anmeldungen habe man bislang – bei 450 Plätzen. Ganz sicher zu sein scheint man sich auf jeden Fall nicht, dass es mit dem Hofbräukeller klappt. Biedermann will zwar nicht bestätigen, dass man sich schon nach Alternativen umschaut. Es klingt aber ganz so, wenn er sagt: „Frau Petry wird am Freitag auf jeden Fall in München auftreten.“

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