Agfa-Gelände: Der Neubau wächst

München - Das neue Agfa-Gelände an der Tegernseer Landstraße nimmt Gestalt an. Auf acht Stockwerke ist der Bau seit der Grundsteinlegung im vergangenen Oktober schon angewachsen.

Der Mittelturm wird 60 Meter hoch. Die ersten Sanitäranlagen, Heizungen und Lüftungen würden auch schon in den Rohbau des Gewerberiegels eingebaut, erklärte Anne-Luise Döbele, die Projektmitarbeiterin beim Bauherrn, der Büschl-Unternehmensgruppe.

Eine gewaltige Sprengung hatte das alte Agfa-Hochhaus im Februar 2008 in einen Schutthaufen von 15 000 Tonnen verwandelt. Der neue Bürokomplex soll spätestens im Juli 2010 stehen. „Alles läuft planmäßig und termingerecht“, sagt Döbele. Bei anderen Großprojekten gibt es derzeit das Problem, Mieter zu finden – nicht selten wird deshalb ein Baustopp verhängt. Auf dem Agfa-Gelände sind dagegen bereits 60 Prozent vermietet, den Rest habe man noch nicht auf dem Markt angeboten. „Da gehen wir taktisch vor“, so Döbele. Einziehen soll wieder das Medizin-Technik-Unternehmen Agfa Gevaert Health und die Autovermietung Sixt. An die Ecke kommt das Hotel „Motel One“.

Hinter dem Gewerberiegel sind Wohnblocks mit 1100 Ein- bis Vierzimmerwohnungen geplant. Wie ein Lärmschutzwall soll dann der Büroblock zwischen der Tegernseer Landstraße und dem neuen Wohngebiet stehen. Mit dem Bau kann hier frühestens 2010 begonnen werden. Bis dahin solle laut Stadt der Bebauungsplan stehen.

Klappt alles, ziehen die ersten Menschen 2011 ein. 2012 könnten alle acht Baufelder hochgezogen sein. „Wir haben viele Anfragen von Menschen, die eine Wohnung mieten oder kaufen wollen.“ Mietgesuche würden gesammelt und den späteren Eigentümern übermittelt. Der Bauherr schließt auch nicht aus, selbst als Vermieter aufzutreten. kkr

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