Alpenverein warnt vor erhöhter Lawinengefahr durch Föhnsturm

München/Spitzingsee - In den bayerischen und Tiroler Alpen ist die Lawinengefahr durch den Föhnsturm der vergangenen Tage gestiegen. Der Sturm habe stellenweise zu starken Schneeverwehungen und -ablagerungen geführt, sagte eine Sprecherin des Deutschen Alpenvereins am Samstag in München.

Besonders oberhalb der Waldgrenze sei die Gefahr deshalb erheblich gestiegen. Schon das Gewicht eines einzelnen Wintersportlers kann demnach ausreichen, um ein Schneebrett auszulösen. Erst am Freitagmittag waren im Spitzingseegebiet (Landkreis Miesbach) bei zwei Lawinenabgängen sechs Skifahrer verschüttet worden, drei von ihnen erlitten leichte Verletzungen.

Ein Schneebrett erfasste eine fünfköpfige Gruppe zwischen der Benzingalm und der Jägerbauernalm. Die Wintersportler, darunter auch die drei Verletzten, mussten mit einem Rettungshubschrauber geborgen werden. Kurz zuvor waren bereits drei Männer, die von der Aiplspitze in Richtung Aurach (Landkreis Miesbach) unterwegs waren, von einer Lawine überrascht worden. Ein Mann wurde unter den Schneemassen begraben. Er blieb jedoch unverletzt und konnte sich selbst befreien.

Nach Einschätzung des Lawinenwarndienstes Bayern wird sich die Situation in den nächsten Tagen nicht wesentlich ändern. Für den bayerischen Alpenraum und vor allem für Lagen oberhalb von 1600 Metern rief er die Gefahrenstufe 3 aus, das entspricht einer erheblichen Lawinengefahr.

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