Soll geehrt werden: Alt-OB Georg Kronawitter.

Alt-OB bekommt eine Straße

So ehrt München den „roten Schorsch“

  • schließen

Alt-OB Georg Kronawitter, der im April 2016 verstorben ist, soll bald eine besondere Ehrung der Stadt zuteil werden. Der Ältestenrat der Stadt soll dies am Freitag auf den Weg bringen. 

München - Nach Alt-OB Georg Kronawitter (SPD) soll nach Informationen unserer Zeitung eine Straße benannt werden. Aus Rathaus-Kreisen wurde dieser Plan bestätigt. Der Ältestenrat soll an diesem Freitag mit einem Beschluss die Weichen für diese Ehrung des Politikers stellen. Kronawitter war am 28. April vergangenen Jahres im Alter von 88 Jahren verstorbenen. Eine Zustimmung des Rats gilt als gesichert. Die Verwaltung wird dann beauftragt, einen geeigneten Standort zu finden. In welchem Bezirk die Georg-Kronawitter-Straße sein wird, steht noch nicht fest. Seine letzte Ruhestätte fand Kronawitter auf dem Ostfriedhof. Wie es hieß, solle die Straße seiner Persönlichkeit und seinem Amt angemessen sein.

Alt-OB Georg Kronawitter - Sein Leben und Wirken in Bildern

Georg Kronawitter, Spitzname „roter Schorsch“, war in der Bevölkerung sehr beliebt. Von 1966 bis 1972 saß er im Landtag, von 1972 bis 1978 und von 1984 bis 1993 war er Oberbürgermeister der Landeshauptstadt. Kurz nach seiner Wahl 1972 fanden die Olympischen Spiele in München statt, für die sein Vorgänger Hans-Jochen Vogel (SPD) den Weg geebnet hatte. Weit nach seiner Amtszeit war Kronawitter im Jahre 2004 maßgeblicher Unterstützer des Hochhaus-Bürgerbegehrens, mit dem verhindert wurde, dass in München Gebäude die 99 Meter hohen Türme der Frauenkirche überragen dürfen.

Bei der Benennung von Straßen ist nicht die Prominenz, sondern die Lebensleistung einer Person ausschlaggebend. Allein 2017 wurden bislang schon zehn Straßen, Plätze oder Wege nach verstorbenen Personen benannt. darunter unter anderem die NS-Widerstandskämpferin Mirjam David oder die ehemalige bayerische Justizministerin Mathilde Berghofer-Weichner (CSU). 2016 waren es elf Persönlichkeiten. Die bekanntesten Namen: Regisseur Helmut Dietl (1944 - 2015), der langjährige Intendant der Staatsoper und des Staatstheaters, August Everding (1928 - 1999), sowie Werner von Siemens (1816 - 1892).

Lesen Sie hier noch einmal alle Teile unserer Serie über den Alt-OB:

Teil 1: Georg Kronawitter: SPD-Mitglied wollte er nicht werden

Teil 2: Georg Kronawitter: Der Rote, der (fast) ein Grüner war

Teil 3: Georg Kronawitter: Ein Bauernbua als Comeback-Bürgermeister

Teil 4: Münchner Hochhaus-Entscheid: Kronawitters Kampf gegen die Vierkantbolzen

Abschied von Alt-OB Kronawitter: München verneigt sich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

S-Bahn: Probleme bei der S8 wegen Polizeieinsatz 
In unserem News-Ticker informieren wir Sie über Störungen auf Münchens S-Bahn-Linien. Am Donnerstagmorgen gab es eine Störung auf der Stammstrecke. 
S-Bahn: Probleme bei der S8 wegen Polizeieinsatz 
Kommentar: Mieter sind keine Spekulationsobjekte
Die Wohnungsnot ist auch im Wahlkampf Thema. Die Mietpreisbremse erweist sich immer mehr als Flop. Und auch Immobilienkäufe werden immer unerschwinglicher. Unser …
Kommentar: Mieter sind keine Spekulationsobjekte
Bundestagswahl: Die Direktkandidaten der vier Münchner Wahlkreise im Überblick
Bei der Bundestagswahl sind 923.820 Münchner aufgerufen, in vier Wahlkreisen ihre Stimmen abzugeben. In einer Serie stellen wir die Direktkandidaten vor. Hier finden Sie …
Bundestagswahl: Die Direktkandidaten der vier Münchner Wahlkreise im Überblick
SPD-Politiker Roloff im Interview: So kann Wohn-Abzocke gestoppt werden
Mit der Mietpreisbremse wollte die SPD den steigenden Kosten entgegentreten. Doch das Konstrukt hielt dem Gericht nicht stand. Der Münchner SPD-Politiker Sebastian …
SPD-Politiker Roloff im Interview: So kann Wohn-Abzocke gestoppt werden

Kommentare