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"Warum?" - diese Frage stellen sich Angehörige von Opfern und andere Betroffene nach dem Amoklauf im OEZ in München.

Hilfe-Telefon, Briefe und Spendenkonto

Münchner Amoklauf: Hier finden Betroffene Hilfe

München - Augenzeugen des Münchner Amoklaufs haben Schreckliches erlebt. Für sie gibt es ein Hilfe-Telefon, das schon mehrere Betroffene genutzt haben. Jetzt werden auch Briefe verschickt.

Vor einer Woche hat die Stadt ein Hilfe-Telefon (089/233-869 00) für vom Amoklauf am Olympia-Einkaufszentrum betroffene Bürger geschaltet. Es richtet sich an Personen, die durch das Erlebte psychische oder physische Verletzungen erlitten haben. 17 Menschen haben seither das Angebot in Anspruch genommen, mit einem der vier Fachkräfte aus dem Bereich soziale Arbeit zu telefonieren. Die Gespräche dauerten jeweils mindestens 20 Minuten. „Es geht den Betroffenen in erster Linie darum, jemandem die Erlebnisse zu schildern“, sagt Ottmar Schader, Sprecher des Sozialreferats. 

Demnächst will das bayerische Sozialministerium an die rund 1000 Personen, die im Nachgang der Tat mit der Polizei Kontakt hatten oder befragt wurden, Briefe verschicken und nochmals auf Opferhilfen und Angebote aufklären. Auch auf das städtische Service-Telefon soll in dem Brief nochmal hingewiesen werden.

Das Sozialreferat rechnet damit, dass sich die Zahl der Anrufer anschließend erhöht. Auch ein Spendenkonto hat die Stadt für die Opfer des Amoklaufs eingerichtet. Bis gestern waren darauf 700 Euro eingegangen, überwiesen von drei Spendern.  

ul

Trauerfeier in der Frauenkirche und im Bayerischen Landtag - Bilder

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