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Geduldig antwortete Marcus da Gloria Martins nach dem Amoklaufs in München auf die Fragen der Journalisten.

Im Netz ist er schon ein Held

Kühler Kopf nach Amoklauf: Polizei-Sprecher bekommt Preis

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München - Das Netz feierte ihn nach dem Amoklauf in München als Helden. Jetzt wird Polizei-Pressesprecher Marcus da Gloria Martins für seine Leistung auch offiziell geehrt. 

Der 22. Juli war ein schwarzer Tag für München: Der Schüler David Ali S. erschoss im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München neun Menschen und tötete sich am Ende selbst. Doch bei all der Tragik erntete ein Mann, auf den an diesem Tag quasi ganz Deutschland schaute, viel Bewunderung: Marcus da Gloria Martins, Pressesprecher der Polizei München, machte einen hervorragenden Job. Ruhig, sachlich und geduldig informierte er über die Ereignisse, behielt auch angesichts von Falschmeldungen und Gerüchten im Internet einen kühlen Kopf.

Dafür bekommt der 43-Jährige jetzt eine Auszeichnung: Der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) verleiht ihm den Sonderpreis im Rahmen der Prämierung "Pressestelle des Jahres 2016". Grund sei seine professionelle Pressearbeit während des Amoklaufs. Marcus da Gloria Martins habe seinen Job "mit Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Souveränität" erledigt, heißt es in einer Mitteilung. Dabei habe er auch die sozialen Kanäle im Internet "mit Augenmaß bespielt", heißt es weiter.

Marcus da Gloria Martins erhielt auch zuvor schon viel Lob für seine Arbeit während des Amoklaufs. Auf Twitter posteten User, er habe es geschafft, ein ganzes Land zu beruhigen. Und auf Facebook richtete man ihm sogar eine eigene Fanseite ein, die über 60.000 Anhänger hat. Auch Innenminister Joachim Herrmann und die Polizeigewerkschaft zollten ihm Respekt.

Dem zweifachen Familienvater ist der Rummel um seine Person jedoch eher unangenehm. „Das ist ungewohnt, ich fühle mich nicht so wohl damit“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

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