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Drei Versuchungen auf einen Schlag: Iris Koser und zwei Tafel Schokolade, eine aus Kalorien, eine aus Leder.

Zum Anbeißen: Die Tafel Schokolade fürs Wohnzimmer

München - Iris Koser hat sich für ihre Abschlussarbeit an der Fakultät für Industriedesign an der Hochschule München etwas ganz besonderes einfallen lassen. Sie hat ein Sofa in Form einer Tafel Schokolade entworfen.

Nicht, dass man es ihr ansehen würde, aber Iris Koser, 23, hat ein ausgeprägtes Faible für Schokolade. „Ich bin ein totaler Fan“, sagt sie. Vielleicht muss sie das auch sein – sonst hätte sie dem süßen Stoff wohl kaum ihre Abschlussarbeit an der Fakultät für Industriedesign an der Hochschule München gewidmet, oder? „Anfangs war das alles eine Schnapsidee“, sagt sie heute. „Ich wollte unbedingt ein ebenso außergewöhnliches wie sinnvolles Möbel machen.“ Also entwarf sie ein Leder-Sofa in Form einer Tafel Schokolade.

Die Tafel Schokolade fürs Wohnzimmer

Die Tafel Schokolade fürs Wohnzimmer

Vier Monate hat Iris Koser daran gebastelt – und dabei dreieinhalb Kilogramm Schokolade verdrückt. Nervenfutter, gesponsert von einem namhaften Pralinenhersteller. Der kann, wenn er ihr die Couch abkaufen sollte, dafür auch sein Logo auf die Lederkissen prägen lassen.

Günstig ist das 210 mal 120 Zentimeter oder sechs mal sieben Schoko-Stücke große Sitzmöbel allerdings nicht. Mehrere tausend Euro hat Iris Koser in ihre Bachelor-Arbeit gesteckt. Jedes Teil ist einzeln entwickelt und hergestellt worden, erklärt sie. Das Ziel: die typischen Eigenschaften einer Tafel Schokolade „in Möbelfunktionen umwandeln“. Wer etwa die Rückenlehne hochklappt, hört ein leichtes Knacksen. Koser: „Das ist, wie wenn man ein Ripperl abbricht.“

Die Lederpolster „schmelzen“, wenn man sich draufsetzt: „Die reagieren auf Wärme und Druck“, erklärt sie. Der Abdruck bleibt bis zu zwei Minuten erhalten. Koser hat zudem einen Beistelltisch aus einem hochwertigen Alu-Blech geformt und ein Geheimfach eingebaut – „für die kleine Sünde auf dem kalorienarmen Sofa“. Dass ihre vollmilchfarbene Versuchung auch noch bequem werden würde, sagt Koser, „das hätte ich anfangs nicht gedacht“.

Vielleicht hat ja genau der Aspekt die Professoren überzeugt. Jedenfalls verlässt Iris Koser die Hochschule mit der Note 1,0. Nun hofft sie darauf, einen Produzenten zu finden. Oder zumindest jemanden, der ihr das Unikat abkauft. Wie viel sie für ihr Spielzeug verlangt, will sie aber nicht verraten.

Thierry Backes

Interesse an dem Schokoladen-Sofa? Iris Koser ist unter der Email-Adresse info@iriskoser-design.de zu erreichen.

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