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Andreas Kaplan - hier legte er Blumen am Mooshammer-Grab nieder - starb überraschend in Ostfriesland.

Vertrauter des Modezaren ist tot

"Mosis" Chauffeur Andreas Kaplan stirbt in Einkaufszentrum

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München - Andreas Kaplan war viele Jahre ein enger Vertrauter des ermordeten Modezaren Rudolph Mooshammer, nun starb er überraschend mit 56 Jahren.

Er hatte gerade ein neues Leben begonnen. Im hohen Norden, weit weg von München, wo ihn jeder kannte und wo ihn alles an seinen alten Chef und Freund erinnerte. Jetzt ist er tot: Andreas Kaplan, der ehemalige Chauffeur des Münchner Modezaren Rudolph Moshammer, ist am Dienstag mit erst 56 Jahren in seiner neuen Heimat in Ostfriesland überraschend verstorben.

„Der Andi ist wohl in einem Einkaufszentrum hier in der Nähe zusammengebrochen“, sagte ein Kollege vom Partyservice, bei dem Andreas Kaplan zuletzt als Hausmeister gearbeitet hatte, am Donnerstag der tz. Wiederbelebungsmaßnahmen vor Ort seien nicht erfolgreich gewesen. „Die genaue Todesursache wissen wir nicht.“

Elf Jahre lang war Kaplan für den großen Modezaren tätig gewesen, bis „Mosi“ im Jahr 2005 in seiner Villa von einem Stricher erdrosselt wurde.

Kaplan war immer an Mooshammers Seite

Der Täter sitzt noch immer in Straubing im Gefängnis. Kaplan war immer an Moshammers Seite gewesen, war ein enger Vertrauter und stets verschwiegen, auch was die Homosexualität Moshammers anbelangte.

Nach Moshammers Tod erbte Kaplan die Villa und kümmerte sich um Hundedame Daisy – ohne die Mosi quasi nie unterwegs war –, bis auch diese 2006 starb. Seit Juli 2015 nun war der gebürtige Thüringer in Neukamperfehn im Landkreis Leer, 50 Kilometer von der Küste entfernt, gemeldet. Kurz vor seinem Umzug erzählte er, dass er nach 25 Jahren in München einen Tapetenwechsel brauche. „Es ist Zeit für ein neues Leben.“ Auch zehn Jahre noch Mosis Tod werde er noch erkannt und fühle sich nicht wirklich frei. „Ich will endlich ich sein. Ich will einen Neuanfang.“ Freilich hatte Kaplan auch selbst zu seiner Bekanntheit beigetragen, durch Interviews und öffentliche Auftritte. Zudem erzählte er im Buch „Mosi, Daisy und ich“ über sich und seine Zeit als Moshammer-Vertrauter.

In der neuen Heimat klappte es aber mit der gewünschten Anonymität. „Der Andi hat anfangs ein einziges Mal von seiner Verbindung zu Rudolph Moshammer gesprochen, dann wollte er aber nicht mehr darüber reden“, sagt der Kollege, der nicht genannt werden will. „Wir haben das akzeptiert. Seine Vergangenheit hat uns nicht interessiert. Der Umgang hier hat ihm sehr gut getan. Interessiert hat uns, was er heute war. Ein offenherziger, fleißiger Kollege, ein klasse Typ.“ Alle Mitarbeiter vom Partyservice seien sehr traurig über Kaplans Tod.  

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