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Uosman S. (25, r.) am Dienstag vor dem Landgericht.

Mutmaßlicher Täter bestreitet Vorwurf

Frau am Stachus vergewaltigt?

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München - War er einfach nur freundlich oder lügt Uosman vor Gericht? Dem 25-Jährigen wird vorgeworfen, dass er eine betrunkene Frau vergewaltigen wollte. Er bestreitet die Tat.

Er schüttelt den Kopf, immer und immer wieder. „Ich habe das nicht getan“, sagt Uosman S. (25). „Und ich wurde auch nicht dabei erwischt.“ Am 19. Mai soll er eine betrunkene Frau nachts im Untergeschoss des Stachus versucht haben zu vergewaltigen. Jenny P. (Name geändert) fiel ihm laut Anklage gegen Mitternacht mehr oder weniger in die Arme, nachdem sie eine Familienfeier besucht hatte: Dort füllte sie sich so stark ab, dass sie später sogar besinnungslos wurde. Das soll Uosman S. am Stachus schamlos ausgenutzt haben, um die junge Frau sexuell zu missbrauchen.

 „Sie bat mich um Hilfe und konnte nicht mehr stehen. Ich half ihr nur, damit sie nicht hinfällt. Dann schlief sie ein“, versuchte er sich am Montag vor Gericht herauszureden. Offensichtlich eine Lüge! Denn zwei Sicherheitsmänner wurden in der Tatnacht über die Überwachungskameras auf die beiden aufmerksam. Sie schritten schließlich ein, als Uosman S. die wehrlose Frau auf eine Treppe bugsiert und sich sich mit heruntergelassener Hose über sie gebeugt hatte. Und riefen danach die Polizei, die ihn sofort festnahm. Nun droht S. eine Haftstrafe. Urteil am Donnerstag. 

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