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Eine Münchnerin fand in der Zeitschrift "Gala" ein Hetzbild mit einer karikierten Angela Merkel.

In Münchner Tengelmann-Filiale

Merkel-Hetzbild in Zeitschrift: Leserin schockiert

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München - Beim Lesen einer Zeitschrift fällt einer Münchnerin eine Karikatur in die Hände. Das Bild von Angela Merkel mit Kopftuch erinnert sie an Hetzbilder aus Zeiten des Dritten Reichs. Doch wie kam das Bild in die Zeitschrift?

In Zeitschriften wie der "Gala" taucht Angela Merkel eher selten auf. Eher sind es Prominente wie Leonardo Di Caprio, die in der wöchentlichen Ausgabe genau unter die Lupe genommen werden. Als eine Münchner Leserin allerdings vergangene Woche in einer Filiale der Tengelmann-Gruppe in der Münchner Leopoldstraße die Zeitschrift kaufte, war es nicht das Lächeln von Di Caprio auf der Titelseite, das ihr im Gedächtnis blieb. Es war die Bundeskanzlerin. Denn die flatterte ihr in Form eines kleinen Hetzbildes beim Durchblättern der "Gala" entgegen.

Karikatur: Angela Merkel mit Kopftuch

Das Bild zeigt eine mürrisch dreinblickende Kanzlerin mit Kopftuch - und darauf die Sterne der europäischen Flagge. Darüber steht geschrieben: "Deutschland schafft sich ab. Wir schaffen das." 

Bei der "Finderin" des Hetzbildes hat das bleibenden Eindruck hinterlassen. "Ich muss sagen, ich bin äußerst schockiert", erzählt die Münchnerin unserer Onlineredaktion. Dieses Bildchen habe sie an Karikaturen erinnert, die vor dem Zweiten Weltkrieg kursierten. "Die kannte ich bisher nur aus Geschichtsbüchern", erzählt sie. 

Hetzbild in der Gala - wie kommt das dort hinein?

Eine Nachfrage bei der Supermarktkette Tengelmann konnte darüber keinen Aufschluss geben. Es sei das erste Mal gewesen, dass eine Kundin ein solches Bild gefunden habe. Oder zumindest war die Münchner Gala-Leserin die erste, die dies beanstandete, hieß es von Seiten Tengelmanns. Nach Bekanntwerden dieses Vorfalls überprüfte der stellvertretende Marktleiter vor Ort die Gala-Zeitschriften und auch einige andere Titel im Sortiment, erklärt die Pressestelle der Tengelmann-Warenhandelsgesellschaft. "Erfreulicherweise konnten wir keine weiteren derartigen Bilder finden", erklärte Justine Zagalak gegenüber unserer Redaktion.

Auch in anderen Filialen sei bisher kein solcher Vorfall bekannt. "Wir werden dies selbstverständlich weiter beobachten", sagte Zagalak. Auch der Vertrieb der "Gala" war über diesen Vorfall erschrocken. Herausgegeben wird die Zeitschrift von Gruner+Jahr, dem zweitgrößten Druck- und Verlagshaus Europas. Auch dort wurde überprüft, ob Karikaturen dieser Art schon einmal aufgetaucht waren. "Wir gehen im Moment davon aus, dass es sich hier um einen bedauerlichen Einzelfall handelt", sagte Theda Harms von der PR-Abteilung des Unternehmens. 

Dennoch nehme Gruner+Jahr den Fall sehr ernst. "Wir hoffen, dass es keine weiteren Vorkommnisse dieser Art geben wird", so Harms. Wie das Bild in die Zeitschrift gelangte, könne sich bei Gruner+Jahr niemand vorstellen. Ob noch mehr dieser Karikaturen in Zeitschriften aufgetaucht sind, kann nicht ausgeschlossen werden. Möglicherweise haben Zeitschriftenleser nur keine Meldung darüber gemacht. 

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