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Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck werden am Sonntag zum Trauerakt in München erwartet.

Sonntag Feierstunde in Landtag

Merkel und Gauck kommen zum Trauerakt nach München

München - Hoher Besuch: Zur Feierstunde am Sonntag kommen Angela Merkel und Joachim Gauck in den Landtag. Damit zeigen Kanzlerin und Bundespräsident nach dem Amoklauf Präsenz.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck werden am kommenden Sonntag zu einem Trauerakt für die Opfer des Amoklaufs in München erwartet. Beide hätten ihr Kommen zugesagt, teilte ein Sprecher der bayerischen Staatskanzlei am Dienstag mit. Der Gedenkakt ist im Landtag geplant. Die Staatsregierung, der Landtag und die Stadt München laden dazu ein.

Die Feierstunde soll am Sonntag um 18 Uhr im Plenarsaal des Landtags stattfinden; als Redner sind unter anderem Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vorgesehen. Man gehe derzeit davon aus, dass Merkel oder Gauck auch eine der Trauerreden halten werden. Der 18-jährige Amokläufer Ali David S. († 18) hatte am vergangenen Freitagabend in München rund um das Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und sich später schließlich auch selbst erschossen.

Seit Freitagabend ist Merkel offiziell im Urlaub, den sie in ihrer Heimat in der Uckermark verbringt. Nach dem Amoklauf von München am selben Abend war sie am Samstag aber wieder im Kanzleramt, um das kurzfristig einberufene Bundessicherheitskabinett zu leiten und sich anschließend zu der Gewalttat des Deutsch-Iraners zu äußern, der neun Menschen und dann sich selbst tötete.

Pressekonferenz zu Innen- und Außenpolitik am Donnerstag

Die nun überraschend für Donnerstag einberufene Pressekonferenz zu "aktuellen Themen der Innen- und Außenpolitik" dürfte auch unter dem Eindruck der Gewalttaten der vergangenen Tage in Würzburg, München, Ansbach und Reutlingen angesetzt worden sein. Zu den absehbaren Themen zählen überdies die Probleme mit Integration und Abschiebungen von Flüchtlingen, die nationale und internationale Terrorlage, die Entwicklung in der Türkei und die Folgen des Votums der Briten zum Ausstieg aus der Europäischen Union.

2015 hatte die CDU-Vorsitzende diese "Sommer-PK" am 31. August gegeben und zur Bewältigung der Flüchtlingskrise gesagt: "Wir schaffen das." Dieser Satz gehört zu den prägenden Äußerungen ihrer bisher rund elfjährigen Kanzlerschaft. Zum einen fühlten sich Bürger damals dadurch motiviert, Flüchtlinge in Deutschland willkommen zu heißen. Andererseits wird dieser Satz mit Blick auf Schwierigkeiten bei der Integration inzwischen kritisch betrachtet.

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