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Große Bühne für soziale Gerechtigkeit: Oberbürgermeister Reiter bei der Maikundgebung am Marienplatz.

„Zeit für mehr Solidarität“

1. Mai: 5000 bei Kundgebung am Marienplatz

München - Unter dem Motto „Zeit für mehr Solidarität“ demonstrierten am Sonntag 5000 Gewerkschafter am Marienplatz. Der DGB kritisierte das Absinken des Rentenniveaus und die Vermögensverteilung.

Hauptredner Alexander Kirchner, Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), erklärte bei der Maikundgebung, Solidarität bedeute, gegen Ungerechtigkeiten anzugehen. „Altersarmut ist eine Ungerechtigkeit, die beseitigt werden muss“, stellte er fest. „Wer ein Leben lang gearbeitet hat, hat sich das Recht erworben, eine Rente zu bekommen, die zum Leben reicht“. Die heute von Altersarmut bedroht seien, seien diejenigen gewesen, die mit ihrer Arbeit den Wohlstand erst ermöglicht haben, betonte der EVG-Vorsitzende. „Deshalb kämpfen wir gegen ein weiteres Absinken des gesetzlichen Rentenniveaus“, kündigte Kirchner an.

OB Dieter Reiter (SPD) rief zu einem „solidarischen Miteinanderleben“ in der Stadt auf. Die Münchner DGB-Vorsitzende Simone Burger sagte, „Zeit für mehr Solidarität“ heiße, dass Menschen mit geringem Einkommen auch künftig bezahlbare Wohnungen finden. Sie kritisierte den Haus- und Grundbesitzerverein. Der hat die Stadt verklagt. Vorwurf: Die halte den Mietspiegel künstlich niedrig, er müsse um 30 Prozent höher sein.

Burger prangerte ferner die Verteilung von Reichtum hierzulande an. Die reichsten 10 Prozent würden 63 bis 74 Prozent des Vermögens besitzen. Burger: „Auch in Gedenken an den verstorbenen Alt-OB Kronawitter werden wir den Kampf um die Vermögenssteuer, für die er sich lange eingesetzt hat, fortführen.“

kv

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