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Der BR ist Gesellschafter beim IRT.

Verdächtiger festgenommen

Von einem Anwalt? BR offenbar um hunderte Millionen Euro geprellt

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München - Der BR ist offenbar von einem ehemaligen Patentanwalt um eine dreistellige Millionensumme gebracht worden. Auch die ARD und das ZDF sind von dem Fall betroffen.

Ein ehemaliger Patentanwalt soll das Institut für Rundfunktechnik (IRT), zu dessen Gesellschaftern ARD, ZDF und der Bayerische Rundfunk (BR) zählen, um Erträge im dreistelligen Millionenbereich geprellt haben.

Der BR hat Mitte der vergangenen Woche Strafanzeige gestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des dringenden Verdachts der mehrfachen Untreue und wegen Bestechlichkeit, jeweils in einem besonders schweren Fall. Dazu kommt Parteiverrat zu Lasten des IRT.

Verdächtiger verhaftet 

Der ehemalige Mitarbeiter des IRT wurde am Mittwoch verhaftet, sein Vermögen mit einer vorläufigen Entscheidung des Landgerichts München I durch einen Arrestbefehl gesichert.

Der ehemalige Anwalt soll sich erst als Angestellter des IRT über Jahre selbst bereichert haben, dann als Berater. Der BR spricht von mindestens 100 Millionen Euro.

Offenbar für selbstgeschlossene Verträge abkassiert

Er war als Patentanwalt über Jahrzehnte für die Verwertung der Patentrechte am IRT verantwortlich: Videotext, Blue-Screen, elektronische Sportschau-Zeitlupe, MPEG-Codierung. Konkret besteht der Verdacht, dass er für das IRT nachteilige Verträge mit einer internationalen Verwertungsgesellschaft abschloss, dem BR dies als Erfolg verkaufte - und dann durch selbstgeschlossene Verträge abkassierte. Beim BR spricht man von „hoher krimineller Energie“.

BR-Justiziar Albrecht Hesse: „Der BR hat alle straf- und zivilrechtlichen Möglichkeiten ergriffen, um den Sachverhalt umfassend aufzuklären und eine Rückerstattung der dem IRT entgangenen Mittel in vollem Umfang zu erwirken.“

tos

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