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Flüchtlinge: Reiter ruft Katastrophenfall aus

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Vor dem erst vor kurzem eröffneten Aufnahmezentrum harren am Donnerstag hundert Flüchtlinge aus - die nicht versorgt werden können. © fkn

München - Wegen der untragbaren humanitären Zustände vor dem neuen Ankunftszentrum für Flüchtlinge hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Donnerstagabend den Katastrophenfall ausgerufen.

Vor der kürzlich erst eröffneten Einrichtung im Norden der Stadt spielten sich im Verlauf des Donnerstags dramatische Szenen ab. Mehr als 100 ausgezehrte Flüchtlinge baten um Einlass, die Tore aber blieben verriegelt. Die Flüchtlinge, darunter rund 30 Kinder, mussten stundenlang ohne Essen und Trinken am Straßenrand in der Sonne ausharren.

Dass die Neuankömmlinge nicht versorgt wurden, war offenbar der enormen Zahl an Flüchtlingen geschuldet, mit denen man in der

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Das neue Ankunftszentrum für Flüchtlinge im Münchner Norden wurde erst vor kurzem eröffnet - und ist schon überlastet. © Klaus Haag

Einrichtung nicht gerechnet hatte. „Es kamen 755 Menschen innerhalb von 24 Stunden, so viel waren es noch nie“, sagte Simone Hilgers, die Pressesprecherin der Regierung von Oberbayern, auf Anfrage unserer Zeitung. Ausgelegt ist das Ankunftszentrum auf durchschnittlich 350 Flüchtlinge pro 24 Stunden.

Die Aufnahmeeinrichtung aus Containerhallen an der Maria-Probst-Straße im Euroindustriepark war erst vor einer guten Woche in Betrieb gegangen. Sechsmal so viel Platz wie an der früheren Aufnahmeeinrichtung an der Baierbrunner Straße sei hier, betonte Regierungspräsident Christoph Hillenbrand bei einer Begehung vor zwei Wochen. „In der Spitze können wir auch 500 bis 600 abwickeln“, sagte Hillenbrand. Am Donnerstag stieß das System an seine Grenzen.

Flüchtlinge München: Was bedeutet der Katastrophenfall?

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