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Mit genügend Bargeld in der Tasche können Radl-Liebhaber hier richtige Schnäppchen machen. Jedoch auf eigene Gefahr: Denn die Räder sind gebraucht.

Im Fundbüro

Aufs Radl steige(r)n: 180 Euro für ein Damen-Mountainbike

Erst fällt der Hammer, dann geht der Radlspaß los! Das Münchner Fundbüro hat am Donnerstag wieder nicht abgeholte Fahrräder versteigert. Besonders passend, weil am Wochenende das Fahrrad seinen 200. Geburtstag feiert.

Jedes Jahr aufs Neue lädt das städtische Kreisverwaltungsreferat (KVR) zur Radl-Versteigerung. Hier kommen Exemplare unten den Hammer, die im Fundbüro nicht abgeholt worden sind. Mit genügend Bargeld in der Tasche können Liebhaber hier richtige Schnäppchen machen. Jedoch auf eigene Gefahr: Denn die Räder sind gebraucht, nicht gewartet und werden ohne Gewährleistung für deren Beschaffenheit und Vollständigkeit versteigert.

Am Donnerstag fanden rund 300 Münchner den Weg zum Multifunktionsraum des KVR in der Ruppertstraße. Viele waren zum ersten Mal bei der Versteigerung dabei. So wie der 40-jährige Daniel Odoj. Für 180 Euro hat er für seine Freundin ein gepflegtes Diamond-Damen-Mountainbike ergattert. Jetzt können sie gemeinsam in den Biergarten radeln. Ein kleines Hindernis gibt es dabei noch: Ein Schloss blockiert momentan das Hinterrad. „Das muss erst einmal geöffnet werden“, sagt Daniel Odoj.

Auch Sophie Kunz bietet zum ersten Mal mit. Nach kurzer Zeit ist sie gegen die Zahlung von 42 Euro stolze Besitzerin eines einfachen Damenrads. „Ab jetzt werde ich bestimmt viel mit meinem neuen Rad fahren“, sagt die 25-Jährige. Doch erst muss noch der hintere Reifen geflickt werden – der ist nämlich platt. Aber das ist eben das Risiko des Fundradls.

Münchens CSU-Fraktion will Radln sicherer machen. Wie das aussehen soll, lesen Sie hier.

Lisa-Marie Birnbeck

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