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Ausbau der Schutzimpfungen soll Masern in Bayern ausrotten

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München - Mit einem neuen Aktionsplan will die Staatsregierung die Masern in Bayern weitgehend ausrotten. Kernpunkt ist ein spezielles Motivationsprogramm, das bei verunsicherten oder vergesslichen Eltern für die Schutzimpfung der Kinder werben soll. "

"Masern sind nicht ein paar harmlose rote Flecken, sondern eine der ansteckendsten Viruserkrankungen mit möglichen schwersten Folgen für unsere Kinder", begründete Gesundheitsminister Otmar Bernhard (CSU) am Mittwoch in München die Initiative.

Das geplante Motivationsprogramm des öffentlichen Gesundheitsdienstes wird Eltern bei der Schuleingangsuntersuchung auf Impflücken ihrer Erstklässler aufmerksam machen. Ein entsprechendes Modellprojekt hatte laut Mitteilung des Ministeriums gezeigt, dass sich die Impfraten so noch einmal deutlich steigern lassen. "Studien zeigen, dass nur zwei Prozent der Bevölkerung wohl aus weltanschaulichen Gründen wirkliche Impfgegner sind", sagte Bernhard. "Der größere Teil der Nicht-Impfer sind Eltern, die die Impfung schlichtweg vergessen oder verunsichert sind."

Bernhard riet auch jungen Erwachsenen, die zur Fussball-EM in die Schweiz oder nach Österreich fahren wollen, ihren Masern-Impfschutz zu prüfen. "Masern-Ausbrüche der letzten Zeit in Bayern sind aus der Schweiz oder Österreich eingeschleppt worden", betonte er laut Mitteilung.

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