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Rund 50 Jugendliche gerieten in der Nacht auf Sonntag mit Bundespolizisten aneinander. Nun wird ermittelt.

50 Jugendliche geraten an Bundespolizeibeamte

Ostbahnhof-Randale: Das ist der Stand der Ermittlungen

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München - Es war ein Vorfall, der nicht alltäglich ist: In der Nacht auf Sonntag gerieten rund 50 Jugendliche am Ostbahnhof mit Beamten der Münchner Bundespolizei aneinander. Nun laufen die Ermittlungen.

Dass sich so viele Personen gleichzeitig gegen polizeiliche Maßnahmen wehren, das hat die Münchner Bundespolizei laut einem Pressesprecher noch nicht gehabt. Die Ermittlungen zu dem Vorfall, der sich in der Nacht auf Sonntag ereignete, laufen auf vollen Touren. Dabei gerieten rund 50 Jugendliche im Bereich eines Schnellrestaurants am Ostbahnhof mit Bundespolizisten aneinander. Die Beamten riefen schließlich Verstärkung, zu unübersichtlich wurde die Lage. 

Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn hatten die Bundespolizisten verständigt, als es in der Gruppe zu verbalen und kleineren körperlichen Auseinandersetzungen kam. 

Als die Beamten den „Hauptaggressor“ - einen 18-jährigen Ramersdorfer - kontrollieren wollte, eskalierte die Situation: Die Gruppe, die nach Aussage der Polizei größtenteils einen Migrationshintergrund hatte, ging provozierend und aggressiv gegen die Polizisten vor und bedrängten diese. „So etwas hat eine Dynamik“, sagte der Polizeisprecher am Montag. Es wird geschubst, der Ton wird lauter. „Das schaukelt sich hoch.“ Aus diesem Grund riefen die Einsatzkräfte Verstärkung, am Ende waren rund 32 Polizeibeamte - sowohl der Bundespolizei als auch der Landespolizei - vor Ort.

Zum Stand der Ermittlungen sagte die Polizei gegenüber unserer Online-Redaktion: Der 18-Jährige müsse nun vernommen sowie Videomaterial ausgewertet werden. Zudem lägen einige Ordnungswidrigkeiten vor. 

Ausschreitungen in diesem Ausmaß sind selten

Vorfälle wie dieser am Ostbahnhof seien laut dem Polizeipressesprecher selten. Jedoch wissen die Sicherheitskräfte, wie sie in bestimmten Einsatzsituationen eingreifen müssen. Je nach Personallage gingen ein bis drei Polizisten gegen den Haupttäter vor, eine Person schirme das Gelände ab. Dies sei unbedingt notwendig: „Es gibt ja auch noch Publikumsverkehr“, sagte der Sprecher. Da käme es immer wieder vor, dass sich ein Außenstehender verbal oder auch körperlich einmische und die Lage noch unübersichtlicher werde. 

Im konkreten Fall am Ostbahnhof wurde mithilfe polizeilicher Verstärkung der Tumult durch eine kurzzeitige Abriegelung des Eingangs eingedämmt. Die Beamten sprachen laut dem Polizeisprecher zudem einen Platzverweis aus und begleiteten einzelne Personen aus dem Gebäude. So löste sich die Unruhe schließlich auf.

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Kommentare

Hans im GlückAntwort
(0)(0)

Mittlerweile sowas wie Tradition!

Hans im GlückAntwort
(0)(0)

Kultur?

Enstein A.Antwort
(0)(0)

"Ramersdorfer" besagt nur wo der Kerl wohnt, mehr nicht.