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Die Pfeile schicken die Fahrgäste an die Stelle, an der sich die Türen befinden.

Pilotprojekt in Stuttgart

Bahn testet LED-Lampen an der Bahnsteigkante - auch für die Münchner S-Bahn?

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Leuchtende Bahnsteigkanten sollen den Fahrgästen der Zukunft den Weg weisen, und die Züge pünktlicher machen. Wir haben nachgefragt, ob das Pilotprojekt aus Stuttgart auch bald nach München kommen könnte.

München - In Stuttgart testet die Deutsche Bahn derzeit ein neues System, das die Züge pünktlicher und die Fahrgäste zufriedener machen soll. In den Boden eingelassene LED-Lämpchen zeigen den Fahrgästen an, wo genau der Zug anhalten wird. Außerdem zeigen farblich abgesetzte LEDs schon zwei Minuten vor Einfahrt des Zuges an, wo genau sich die Türen befinden werden, wenn die Bahn erst einmal im Bahnhof ist. Außerdem blinken die LED-Birnen in verschiedenen Farben - rot, orange und grün - um die Auslastung an der jeweiligen Türe anzuzeigen. Diese wird im vorhergehenden Bahnhof gemessen und in Echtzeit an die Bahnsteigkante gesendet. In einem Video wird erklärt, wie das ganze funktioniert: 

Die Fahrgäste sollen sich an den leuchtenden Linien orientieren und sich schon mal richtig positionieren können, um dann schneller einzusteigen - so die Überlegungen der Deutschen Bahn. „Besonders im eng getakteten S-Bahn-Verkehr zählt jede Sekunde.Die dynamische Wegeleitung mit Leuchtstreifen verbessert nicht nur den Kundenservice am Bahnhof, sondern soll auch zu lange Haltezeiten vermeiden", sagt Dirk Rothenstein, Vorsitzender der S-Bahn Stuttgart über das Projekt. 

LED-Bahnsteige - ein denkbares Modell für München?

Könnten auch die Münchner Bahnsteigkanten bald hell erleuchtet sein? Ein Sprecher der Bahn erklärt auf Nachfrage der Onlineredaktion: „Das Pilotprojekt läuft für sechs Monate im Stuttgart - mit offenem Ausgang.“ Nach der Testphase würden die Ergebnisse ausgewertet werden, erst dann sei klar, ob es erfolgreich ist oder nicht. „Sollte es erfolgreich sein, dann wäre München eine der ersten Städte, in der die Leuchtstreifen umgesetzt werden“, sagt der Bahn-Sprecher. 

Einen konkreten Termin gibt es dafür allerdings noch nicht. Das hinge vom Erfolg oder Misserfolg des Pilotprojekts ab, so der Sprecher. 

Pünktlichere Züge und nie wieder Gedränge an den Türen - das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Ein Punkt dürfte den Fahrgästen allerdings doch sauer aufstoßen: Hinter der Idee zu dem Projekt steht offenbar die Annahme, dass die Fahrgäste für viele Verspätungen verantwortlich seien. Angesichts der vielen Verspätungen und Zugausfälle - wie zuletzt Anfang der Woche -  könnte man allerdings auch sagen: Wenn erst gar kein Zug in den Bahnhof einfährt, dann helfen auch die schönsten Lämpchen an der Kante nicht. 

Die S-Bahn fällt aus - wir helfen Ihnen sofort auf Facebook 

Unsere Redaktion hat für jede S-Bahn-Linie eine Facebook-Gruppe gegründet, in der sich Fahrgäste selbst organisieren können: Bilden Sie Fahrgemeinschaften, wenn Ihre S-Bahn ausfällt. Organisieren Sie ein Taxi und teilen Sie sich mit mehreren die Kosten. Oder bitten Sie andere Betroffene schlicht um Hilfe - oder bieten Sie einen Platz in Ihrem Auto an. Zusammen mit anderen Pendlern sind Sie im S-Bahn-Chaos weniger allein. Hier gelangen Sie zu allen Facebook-Gruppen (S1, S2, S3, S4, S6, S7 und S20).

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