Bahnchef Grube für zweiten S-Bahn-Tunnel

München - In der Debatte um den Ausbau des S-Bahn-Netzes hat sich der Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, für einen zweiten Tunnel zwischen Haupt- und Ostbahnhof ausgesprochen.

„In der Metropolregion München wird die Mobilität weiter deutlich ansteigen, der Bau der zweiten Stammstrecke ist hier ohne verkehrliche Alternative“, erklärte Grube nach einem Treffen mit Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) in Berlin.

Grube verteidigte damit die seit Jahren laufenden Planungen der Bahn für den zweiten S-Bahn-Tunnel gegenüber einem Ausbau des Bahn-Südrings. Planungsbüros vergleichen derzeit diese beiden Varianten hinsichtlich Nutzen und Kosten. Am 16. November soll das Gutachten vorgestellt werden. Schon jetzt heißt es, dass sich der Tunnel gegenüber dem Südring klar durchgesetzt haben soll (wir berichteten). Politiker von CSU und Grünen kritisierten die Untersuchung.

Bahn-Chef Grube bezeichnete zudem eine deutliche Verbesserung der Flughafenanbindung als erforderlich. Auch hierfür will der Freistaat ein Gutachten präsentieren. Bereits jetzt ist die Rede davon, dass Express-S-Bahnen auf der Linie der S 8 fahren könnten.

Der Chef des Verkehrsausschusses im Landtag, Erwin Huber (CSU), stellte jedoch in Frage, dass sowohl Tunnel als auch Flughafen-Anbindung parallel machbar sind. „Ich habe die Sorge, dass zur gleichen Zeit zwei Milliarden-Projekte in München nicht hinzubekommen sind“, sagte Huber.

Am Montag, 19. Oktober, lädt die Münchner Volkshochschule um 19 Uhr zur Podiumsdiskussion über Tunnel und Südring in die Gaststätte „Der Pschorr“ am Viktualienmarkt 15 ein.

mk

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