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Der Räuber am Schalter: "Offensichtlich war er unzufrieden mit dem Verlauf seines Überfalls", so die Einschätzung der Münchner Polizei

Bankräuber flüchtet ohne Beute

München - Die Polizei fahndet nach einem Mann, der am Mittwoch versucht hat, eine Sparkasse am Schatzbogen auszurauben. Der Überfall lief offenbar nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte.

Es war gegen 14.45 Uhr, als der Unbekannte die Schalterhalle der Stadtsparkasse betrat. Er trug eine graue Baseballkappe und ein ein dunkles, zu großes altmodisches Sakko mit langen Revers. Der Mann - von Zeugen wird er zwischen 35 und 40 Jahre alt geschätzt - ging auf ein Schalter zu und legte dem 49-jährigen Angestellten einen Zettel hin. Darauf war zu lesen: "Es handelt sich um einen Überfall" und, dass der Mann Geld fordere.

Wie die Polizei berichtet, reagierte der Angestellte jedoch nicht sofort. Das mag den Räuber irritiert haben. Er fing an zu flüstern, mit leichtem Akzent. Er habe eine Pistole, sagte er mit leiser Stimme, dabei eine Hand in der Sakkotasche. Daraufhin legte der Sparkassenangestellte einige kleinere Geldscheine auf den Tresen. "Offensichtlich war er unzufrieden mit dem Verlauf seines Überfalls", so die Einschätzung der Münchner Polizei, denn der Räuber verließ die Sparkasse, ohne das Geld mitzunehmen.

Bankenvereinigung setzt Belohnung aus

Unmaskiert aber dennoch kaum zu erkennen: Eine Überwachungskamera zeichnete den Überfall auf. Der Täter soll dunkle Augen und ein fahles, knochiges Gesicht haben. 

Der Täter war nicht maskiert, deckte aber mit der Hand zeitweise seine untere Gesichtspartie ab. Zeugen beschreiben ihn als schmächtig, etwa 1,60 bis 1,70 Meter groß mit einem fahlen, knochigen Gesicht und dunklen Augen. Er war unrasiert und sprach mit leichtem Akzent. Zu der Baseballkappe und dem dunklen, altmodischen Sakko trug er zu große, graue Winterhandschuhe aus Stoff. Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizei unter Telefon 089/2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle.

Die Münchener Bankenvereinigung hat für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgesetzt, die unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt wird.

mm

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